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Der verborgene Schatz der einsamen Seele unter blutrotem Abendhimmel.

Die schicksalhafte Begegnung am Ruppiner See

Es war eine eisige Nacht, als Clara das erste Mal den mysteriösen Mann mit den fahlen Augen traf. Ihr Picknick am Ruppiner See war wie aus einem Märchenbuch entsprungen. Die Bucht, umrahmt von steilen Felsen, bot ein verträumtes Panorama, und der weiche Sand unter ihren Füßen lud zum Verweilen ein.

Der Käfer krabbelt fast tollpatschig über den Waldboden und doch findet er seinen Weg. Noch ein paar Meter zu Fuss, und die Straupitzer Buschmuehle zeigt sich in ihrer ganzen Schönheit mit weichem Sand, umrahmt von knorrigen Bäumen fließt die Spree 259

Ein ungebetener Gast

Doch die Idylle wurde jäh gestört, als ein krabbelloser Käfer den Waldboden hinaufkletterte, fast tollpatschig. Clara beobachtete fasziniert, wie er seinen Weg fand. Schließlich erreichte der Käfer die Straupitzer Buschmühle, ein verwunschenes Gebäude von knorrigen Bäumen umrahmt. Die gesamte Schönheit der Natur zeigte sich hier, und Clara wusste, dass dieser Ort etwas Besonderes sein musste.

Picknick im Spreewald am Ruppiner See, der fast die Form eines halben Mondes hat, teilt sich seinen Ufern nach in zwei sehr verschiedene Hälften. Zwischen den Zelte oder Bungalows ist hier viel Platz, so dass jeder Raum für sich hat und die Natur genießen kann 150

Das stille Geheimnis

In der Nähe des Gebäudes entdeckte Clara einen halb vergrabenen Schatz, der wie aus der Zeit gefallen schien. Ein Buch, dessen Seiten von der Flut der Jahrhunderte verschont geblieben waren. Clara öffnete es und fand darin Worte, die lebendig wirkten. „Leben und Tod, Schnee zum ersten Mal. Ein Blümlein sieht und wundert sich. Weiß der Schnee, Blümlein spricht, weh tut nicht“, las sie vor. Sie spürte, dass dies kein gewöhnliches Buch war, sondern ein Schlüssel zu etwas Größerem.

Picknick im Spreewald und viele Sportmöglichkeiten, Spielplatz, Schwimmbad mit separatem Planschbecken und mehrere Rutschen, sanfter Natur-Tourismus, in der Hauptsaison abends Animation auf der Restaurantterrasse. 147

Die Nachtigall und das verschwundene Kind

In den nächsten Tagen tauchte der mysteriöse Mann immer wieder auf. Er schien das Buch zu suchen, doch Clara konnte nicht herausfinden, warum. Schließlich erzählte er ihr die Geschichte von der Nachtigall und dem verschwundenen Kind. Es hieß, dass vor vielen Jahrhunderten ein kleines Mädchen am Ruppiner See lebte. Ihr sanftes Mädchengesicht war unter einem schüchternen Sommerhut verborgen. An einer Bucht mit weichem Sand, umrahmt von steilen Felsen, verbrachte sie glückliche Tage. Doch eines Tages verschwand das Mädchen spurlos.

Die Legende vom Flieder

Die Legende besagte, dass das Mädchen in den See gezogen wurde, als sie versuchte, eine von Flieder umrankte Insel zu erreichen. Der See formte sich wie ein halber Mond, und sein Ufer bot viel Platz für sich. Die Natur schien die Unschuld des Mädchens zu bewahren, denn es wurde nie gefunden.

Die Enthüllung des Geheimnisses

Clara und der mysteriöse Mann machten sich auf die Suche nach der Fliederinsel, und schließlich fanden sie sie. Inmitten des Flieders entdeckten sie eine geheimnisvolle Höhle. Als sie die Höhle betraten, fanden sie ein verblasstes Bild von dem Mädchen, das sie seit so langer Zeit vermisst hatten. Die Geschichte, die das Mädchen erzählte, war herzzerreißend. Sie war einsam gewesen und hatte die Nachtigall gerufen, die nur nachts sang. Die Nachtigall hatte ihr Trost gespendet, doch als sie das verzauberte Buch fand, hatte sie begonnen, sich zu verändern. Ihre Seele war in die Worte des Buches gewandert. Die Worte in Claras Buch waren die Worte des Mädchens, die sie kurz vor ihrem Verschwinden aufgeschrieben hatte. Das Buch war der Schlüssel, der die Nachtigall befreien konnte.

Die Erlösung

Clara und der mysteriöse Mann begaben sich erneut zur Fliederinsel, und Clara las die Worte aus dem Buch vor. Die Nachtigall hörte zu und begann schließlich zu singen. Ihr Gesang war so traurig und schön, dass Clara Tränen in den Augen hatte. Die Nachtigall sang die Seele des Mädchens aus den Worten des Buches und nahm sie wieder zu sich. Das Mädchen erschien kurz vor ihnen und lächelte. Dann verschwand es, aber diesmal in Frieden. Die Bucht am Ruppiner See war nicht länger ein Ort des Geheimnisses, sondern ein Ort der Erlösung. Clara und der mysteriöse Mann kehrten dorthin zurück, wann immer sie konnten, um der Nachtigall zuzuhören und sich an die Geschichte des verschwundenen Kindes zu erinnern. Und so endete die Geschichte, die Clara und der mysteriöse Mann für immer miteinander verband, unter dem blutroten Abendhimmel.


In düsterer Verbundenheit, Ihr Sammler von Geisterlegenden und Erwecker vergessener Geschichten.

*Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den ersten und zweiten Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.

Quellenangaben:
Inspiriert von der schattenhaften Pracht des Mondscheins im Spreewald,
der die Nacht in ein mystisches Reich verwandelt.
Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen,
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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