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Ist die Wolkenstadt eine Offenbarung oder Illusion?

Der Westwind roch nach Staub Zimt und der Kuehle alter Steine.

Der Westwind, der über die Hügel Jerusalems kam, roch nach Staub, Zimt und der greisenhaften Kühle der antiken Steine. Ich stand auf meinem kleinen Balkon über der Altstadt und spürte die Anspannung in meiner rechten Hand. Sie krampfte sich um den Stift, der nichts auf das Notizbuch übertrug außer dem immergleichen Gedanken: Es gibt keine Geschichte hier. Nur Steine und Gebete, die ins Leere verhallen. Ich war ausgeschickt worden, um das "geistige Klima" zu erfassen, ein sinnloser Auftrag. Dann erstarrte die Luft.

Es war keine Wolke sondern eine Vibration die vor den Ohren begann.

Es war kein Geräusch, das sie stoppte. Es war eine Vibration, die vor den Ohren begann und sich ins Zwerchfell fraß. Der Himmel über der Klagemauer faltete sich zusammen. Nicht wie Wolken, die sich auftürmen, sondern wie ein Stück Stoff, das von der anderen Seite her aufgerollt wird. Aus dieser Falte quoll ein Licht, das keine Farbe hatte und alle Farben gleichzeitig. Es warf keine Schatten. Es löste die Konturen der Welt auf. Die Kuppel des Felsendoms glühte von innen, durchsichtig wie Bernstein. Die Schreie der Menschen darunter klangen gedämpft, als lägen sie unter dickem Glas.

Die Gassen der Altstadt waren Kanaele aus schattenlosem flueissigem Licht.

Ich rannte die engen Treppen hinunter, mein Herz ein Hammer gegen die Rippen. Die Gassen der Altstadt waren Kanäle aus diesem flüssigen, schattenlosen Licht. Menschen standen reglos, die Köpfe in den Nacken gelegt, die Münder offen. Ein alter Mann mit einer Kippa aus Samt wischte sich die Augen, als wolle er das Bild abstreifen. Eine Frau drückte ihr schreiendes Kind an die Brust, dessen Geschrei zu einem glucksenden Staunen erstarb, als es in das Licht blickte. Ich spürte den Impuls, Fotos zu machen. Meine Hände blieben reglos an meiner Seite. Dies war kein Ereignis für Beweise. Es war eine Frage.

In meinem Kopf ratterte eine Zeile aus der Offenbarung des Johannes.

In meinem Kopf, zwischen journalistischen Floskeln und adrenalinhaltigem Chaos, ratterte eine Zeile: *Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde.* Die Offenbarung des Johannes. Ich hatte sie in der Schule gelesen und vergessen. Jetzt brannte sie sich ein, ungebeten und perfekt. War das ihre Erfüllung? Ein verirrtes Stück Apokalypse über der Stadt der Apokalypsen?

Auf dem Platz vor der Mauer bildete sich eine seltsame Ordnung der Deutungen.

Ich schob mich durch die erstarrten Menschenmengen Richtung Sperlingstor. Die Luft roch jetzt nach Ozon und verbranntem Honig. Auf dem großen Platz vor der Klagemauer hatte sich eine seltsame Ordnung gebildet. Die Frommen beteten, ihre Körper wiegend, die Stimmen ein summender Chor gegen die stumme Himmelsorgel. Touristen filmten mit zittrigen Händen auf ihren Telefonen, deren Displays nur milchiges Weiß zeigten. Ein paar Meter weiter stand eine Gruppe junger Männer in Laborkitteln, hastig ein klobiges Messgerät aufbauend, das piepste und ausschlug wie ein verwirrtes Tier.

Dann traf mich der Blick einer Alten die nicht zum Himmel sah.

Dann traf mich der Blick der Alten. Sie saß auf einem kleinen Hocker an der Mauer, abseits vom Gedränge, in einen schwarzen Schal gehüllt, der das Licht zu verschlucken schien. Ihre Augen waren zwei tiefe, wissende Brunnen in einem Gesicht aus Runzeln und Zeit. Sie sah nicht zum Himmel. Sie sah mich an. Ihr Zeigefinger, knöchrig und krumm, löste sich aus den Falten des Schals und deutete nicht auf das Wunder über uns, sondern auf die Steine zu meinen Füßen. Auf einen Riß im Pflaster, aus dem ein unscheinbarer, gelber Gänseblümchenkopf spross. In diesem Moment wusste ich, dass ich die falsche Frage stellte. Die Frage war nicht, *was* das war. Die Frage war, *für wen*.

Das Licht pulsierte und zog sich in die Dinge zurueck die schon immer da waren.

Das Licht pulsierte. Ein langsamer, bedächtiger Herzschlag. Mit jedem Schlag fühlte es sich an, als würde eine unsichtbare Schicht von der Welt abgezogen. Die Geräusche der Stadt kamen gedämpfter zurück, die Farben waren gesättigter, der Geruch von Brot aus einem nahen Laden durchdrang plötzlich den Ozongestank. Das Phänomen zog sich zurück. Nicht, indem es verschwand, sondern indem es sich in die Dinge zurückzog, die schon immer da waren. Es sickerte in den Stein der Mauer, in das Blatt des Gänseblümchens, in die Pupillen der betenden Menschen. Die Falte im Himmel glättete sich, zurück blieb nur der gewöhnliche, staubblaue Nachmittagshimmel über Jerusalem.

Jerusalem wurde zur Buehne der Interpretation und ich schrieb einen leeren Bericht.

Die Stille, die folgte, war lauter als jeder Donner. Dann brach das Chaos los: Freudengeheul, Gebetsschreie, das wütende Brummen der Messgeräte, die jetzt nur noch Nullwerte anzeigten. Ich blickte zur Alten. Ihr Hocker war leer. Nur der gelbe Gänseblümchenkopf nickte im plötzlich wieder spürbaren Westwind. In den nächsten Stunden wurde die Stadt zur Bühne der Interpretation. Fernsehteams jagten Experten. Theologen erklärten in Talk-Shows die prophetische Bedeutung von Wolken. Regierungsstellen gaben beruhigende, nichtssagende Statements ab. In den sozialen Medien wucherten Theorien wie Pilze nach dem Regen: US-Militärexperiment, kollektive Psychose, Botschaft der Außerirdischen, unbestreitbarer Gottesbeweis. Ich schrieb meinen Bericht. Ich nannte es "Atmosphärische Anomalie mit spirituellem Nachhall". Meine Redaktion war zufrieden. Es klang sachlich, es erklärte nichts, es beleidigte niemanden. Es war die perfekte, leere Hülle.

Ich suchte in Archiven nach den Geschichten die in den Rissen der Geschichte wuchsen.

Ich konnte nicht aufhören, an das Gänseblümchen zu denken. An den Blick der Alten. Ich durchkämmte die Archive nach Berichten über ähnliche Ereignisse. Ich stieß auf mittelalterliche Chroniken, die von "Lichtsäulen über Zion" sprachen, auf mystische Traktate der Kabbalah, auf verrückt klingende Feldberichte britischer Soldaten aus dem Jahr 1917. Die Geschichten waren da, versteckt in den Rissen der offiziellen Geschichte, wie das Blümchen im Riss des Pflasters. Johannes hatte seine Offenbarung auf Patmos geschrieben, einer kargen Insel. Aber vielleicht war die Offenbarung kein Text. Vielleicht war sie ein Ort. Eine Frequenz. Eine Frage, die von Zeit zu Zeit gestellt wird, und Jerusalem war nur der lautsprecherverzerrte Resonanzkörper.

Ich kehrte zurueck und beruehrte das Gänsebluemchen und spuerte eine ungeheure Aufmerksamkeit.

Ich kehrte an die Mauer zurück, in der Dämmerung. Der Platz war leer, gesäubert von den Spuren des Tages. Die frommen Männer wiegten sich im Abendgebet, ihr Murmeln ein vertrautes, tröstliches Geräusch. Ich suchte den Riss im Pflaster. Er war noch da. Das Gänseblümchen auch. Es sah gewöhnlich aus. Lächerlich gewöhnlich. Ich kniete mich hin, eine absurde Geste in dieser Stadt der großen Gesten. Ich berührte das Blütenblatt. Es fühlte sich kühl und seidig an. Nichts passierte. Kein Blitz, keine Erleuchtung. Und da, knapp über dem Summen der Gebete, hörte ich es. Nicht mit den Ohren. Es war ein Gefühl von... Aufmerksamkeit. Als ob die Steine, die jahrtausendealten, abgegriffenen Steine der Mauer, für einen winzigen Augenblick aufgehört hätten, bloß Steine zu sein, und zu Ohren geworden wären. Zu einem einzigen, ungeheuren Ohr, das auf das leise Knistern der Welt lauschte – auf das Wachsen des Grases, das Schlagen der Herzen, das unablässige Gemurmel der Gebete und Flüche und Hoffnungen dieser Stadt. Das Ohr Gottes? Die Stadt selbst? Ich wusste es nicht.

Ich schrieb mein Fazit und erkannte dass wir die Tinte der einzigen Geschichte sind.

Ich stand auf, die Knie knackten. Die letzte Phase meines Auftrags: ein Fazit schreiben. Eine Antwort. Ich ging in mein Hotelzimmer, setzte mich an den klapprigen Tisch und starrte auf den leeren Bildschirm. Draußen lag Jerusalem, eine Treppe aus Lichtern in der Dunkelheit, ein Puzzle aus Heiligtümern und Schützengräben. Das Phänomen war vorbei. Das Rätsel blieb. Und ich erkannte die einzige Wahrheit, die mir geblieben war: Die größte Offenbarung ist nicht eine, die alle Fragen beantwortet. Es ist eine, die alle bisherigen Antworten ungültig macht und dich mit einer schöneren, schrecklicheren Frage zurücklässt. Die Wolke war weg. Die Frage brannte. Ich tippte die ersten Worte meines Fazits: Es gibt keine Geschichte hier, sagte ich mir. Ich lag falsch. Hier ist die einzige Geschichte. Sie ist aus Stein und Licht und Wahnsinn geschrieben, und wir sind nicht ihre Autoren. Wir sind ihre Tinte. Und heute, für einen Augenblick, hat jemand auf das Blatt geblickt.


Mit den besten Wünschen eines ewig Reisenden mit einem Hauch von Geheimnis aus den Gassen Jerusalems,
Ihr unerschrockener Berichterstatter und Wächter der Wahrheit.

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Quellenangaben:
Inspiriert von der Magie des Ungewissen und den versteckten Schätzen in Jerusalem.
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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­Sachsen, Blümlein rings im Moose, was sagt denn ihr dazu? Wolken, schön und lose, und was meinst denn du? 0060

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Flugplatz Cottbus Sucht ihr die Liebe: horchet ihren Lippen! Doch seltsam, jetzt erst fühlte ich es, daß auf Erden man elend auch, recht elend könne sein 243_1

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