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Herbst wie welkendes Laub

Der gefangene Sänger im Wald ruft nach Hilfe.

Herbstnebel fraß die Konturen des Waldes. Lina gewahrte den modrigen Geruch verfaulender Blätter in der Nase, hörte ein Zirpen, kein Vogelgesang, sondern verzweifeltes Zittern zwischen den Dornen. Zwischen schwarzen Brombeerranken entdeckte sie den kleinen Körper eines Zaunkönigs. Seinen Flügel hatten sich in den stacheligen Ranken verfangen. Sein linkes Flügelchen hing in einem unmöglichen Winkel, von schwarzen Ranken durchbohrt. Jede Bewegung riss neue Wunden in sein Gefieder. Blut tropfte auf das dürre Laub. Ihre Finger zitterten, sie durchtrennte die erste Dornenranke. Die Ranke zerbrach mit einem Knacken. Beim Durchtrennen der zweiten schnappte eine Dornenspitze zurück und ritzte ihren Handrücken. Der Schmerz war falsch, nicht das kurze Stechen einer Verletzung, sondern ein langsames Brennen, das unter ihrer Haut weiterwanderte. Auf ihrer Haut kroch etwas Dunkles, das kein Blut war. Sie sah auf, bemerkte wie sich die umliegenden Sträucher unmerklich aufrichteten, und den Atem anhielten.

Die Wunde blüht seltsam unter der Haut hervor.

Die Wunde entzündete sich nicht. Sie blühte. Drei Tage nach der Rettung des Vogels zeichneten sich unter Linas Haut feine schwarze Linien ab, die sich mit jeder Stunde weiter verzweigten. Nachts träumte sie von Wurzeln, die ihr durch die Augäpfel wuchsen. Morgens fand sie Erde zwischen den Zähnen und Blätter im Kopfkissen,  knochentrocken aber mit frischen Trieben. Der Zaunkönig starb in einer Schuhschachtel voller Kamillenblüten. Lina begrub ihn unter der alten Blutbuche, dabei durchbohrte eine Wurzel ihren Turnschuh. Dornen schlängelten sich um ihren Knöchel, nicht wie eine Fessel, sondern die zärtliche Umarmung eines lange vermissten Liebhabers. Sie merkte wie sie unter der Haut weiterwachsen, ein Kribbeln in den Waden, ihre Muskeln wurden zu Holzfasern. In der Stadt bemerkten es nur die Hunde und Kinder. Ein Mädchen mit Eiskugel in der Hand erstarrte mitten auf dem Gehsteig. „Du siehst aus wie der Baum aus Omas Märchenbuch“, flüsterte es, bevor die Mutter es wegzog.

Die Verwandlung zeigt sich im Spiegelbild des Lebens.

Der Spiegel im Badezimmer zeigte Linas Gesicht erst nach einer vollen Minute. Ihre Pupillen hatten die irisierende Schwärze von Vogelaugen angenommen, die Iris schimmerte rindenbraun. Wenn sie sprach, rieselten Birkensamen von ihren Lippen, winzige geflügelte Körnchen, die in den Ritzen des Parkettbodens keimten. Die Ärzte tippten auf Neurodermitis, auf Pilzinfektion, auf „Stressbedingte Halluzinationen“. Andere Mediziner lachten über ihre Symptome. „Stress“, sagten sie. „Allergie.“ Einer verschrieb ihr Cortison. Die Tabletten schmeckten nach Asche und blieben ihr im Hals stecken. Dem Dermatologen in der Klinik erzählte sie ihm von den Wurzeln unter ihren Nägeln. „Das nennt man Nagelpilz, Frau Nowak.“ Seine Rezepte verwandelten sich in ihrer Hand zu Asche. Im Stadtpark versuchte sie zu schreien, nachdem die ersten Triebe ihren Rachen hinaufkrochen. Kein Laut drang durch das Gewirr in ihrer Luftröhre. Tauben umkreisten sie in immer engeren Spiralen. Ihre Haut zersprang an den Ellenbogen, darunter glänzte das frische, gelbliche Holz von Birkenzweigen.

Der letzte Atemzug des Lebens im Wald verstummt.

Lina kehrte in den Wald zurück, angezogen von einem Summen, das nur sie hörte. Die Bäume erkannten sie. Eichenwurzeln schlängelten sich um ihre Knöchel, zogen sie mit der Geduld von Jahrhunderten an den Boden. Sie nahm wahr, wie sich ihre Rippen zu Astgabeln ausweiteten, wie ihre Haare sich in dürre Zweige verlängerten, die nach etwas Unerreichbarem griffen. Am nächsten Morgen fand sie Jäger, ein seltsamer Baum war da zu sehen, schlank wie eine junge Frau, mit blattlosen Ästen, die sich gen Himmel krümmten. An der Stelle des Herzens wuchs ein Nest aus Dornen. Darin lag ein versteinerter Zaunkönig. Der Wind rauschte durch die Zweige. Es klang wie ein Lachen. Wie ein Schluchzen. Wie etwas, das beides zugleich war.

Der Himmel über welkendem Laub.

Gibt es eine Fortsetzung? Werden die Dornen die Stadt erreichen? Wächst dort schon für jemand anderes ein neues Nest?


Mit herzlichem Dank und dornigen Grüßen aus dem Unterholz,
Ihr Chronist des Unheimlichen und Sammler verborgener Schrecken.

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*Der geneigte Leser verzeihe uns, dass wir nicht näher auf jene Orte eingehen, deren Namen längst von Waldboden verschluckt wurden, weder auf die verschollenen Dörfer, die der Forst zurückeroberte, noch auf die Flurbezeichnungen, die nur noch in vergilbten Grundbüchern schlummern. Die Natur schreibt ihre eigenen Karten, und wer heute einen Weg sucht, findet morgen vielleicht nur noch Wurzelwerk, das jede Spur tilgt. Geschichten, wie die hier erzählte, brauchen keine Koordinaten, sie gedeihen dort, wo das Unerklärliche den Schleier lüftet, ganz gleich, ob in Brandenburg, Bayern oder einem längst vergessenen Winkel hinter Ihrem Gartenzaun.

Quellenangaben:
Inspiriert von dem Moment, wenn der Wald plötzlich still wird den unerklärlichen Narben, die jeder Baum in seiner Rinde trägt.
Mythos Wald, Ökologie und Kulturgeschichte
Wie Pflanzen mit ihrer Umwelt kommunizieren
Gefährliche Symbiosen der Pilze als heimliche Herrscher
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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