databeacon

Internet-Magazin

Das war ja für dich,

Agha, du hast gesagt: Du liebst mich und seist mein Freund, und dennoch glaubst du, daß ich mein Wort so schlecht halte? Ich mußte ja so thun, als ob es für mich wäre! So […] Mehr lesen

Mehr lesen

Adler mit ausgebreiteten

Ach und wenn du dir mal die alten Bauten hier genauer anschaust, wirst du überall das Wappen von Parsek finden. Es ist ein Adler mit ausgebreiteten Flügeln und im Hintergrund […] Mehr lesen

Mehr lesen

Kapazitäten werden

Durch Druck auf die Firmen die die Internet Exchanges ("Intercept Partners") betreiben werden diese gezwungen, entsprechende Abhörgeräte in ihre Netze zu integrieren. 2012 […] Mehr lesen

Mehr lesen
Panorama Shop Speicherplatz Panorama Speicherplatz Cloud Hosting Daten Bruecke Panorama Server-Hosting Europa USA Asien

Internet-Magazin für Tourismus, Service, Handwerk, Handel, Industrie...

Rhapsodie vom Sonnentod zwischen Düsternis und Hoffnung

Das Summen in den Mauern und die gespeicherten Atemzüge vergangener Herbste.

Dieses Haus hatte schon andere Herbste gesehen. Viele. Die Backsteine in der Küche waren um Jahrzehnte älter als ich, sie hatten die Atemzüge von Menschen gespeichert, die längst zu Staub geworden waren. Sie hatten Lachen gehört und Streit und das leise Weinen der Einsamkeit. Vielleicht, so dachte ich manchmal, waren es diese gespeicherten Echos, die jetzt im Spätsommer zu gären begannen. Ein dumpfes, kaum wahrnehmbares Summen, das aus den Wänden zu dringen schien, wenn die Abendsonne lang wurde und ihr Licht schräg durch den Flur strich. Es war kein unangenehmes Geräusch. Zuerst nicht. Es klang wie das Fernbrummen eines Hochspannungsmasts oder das surrende Einschlafen einer alten Kühltruhe. Ich lebte damit. Ich gewöhnte mich daran, wie man sich an das leise Ticken einer Uhr gewöhnt. Bis es sich eines Tages in Sprache verwandelte.

Der Stuhl knarrt und ein fremder Akkord füllt den Raum mit der Müdigkeit nach dem Sommer.

Der Stuhl unter mir knarrte. Ein trockenes, einsames Geräusch in der Stille des Zimmers, das jeden meiner Gedanken unterbrach. Ich versuchte, ein Buch zu lesen, aber die Worte verschwammen vor meinen Augen. Draußen, hinter dem schmutzigen Fenster, raschelte etwas. Nicht der Wind, der war seit Tagen erstorben. Dies war ein gezieltes, fast neugieriges Scheuern. Ein Knarren von Holz auf Holz. Die alte Eiche vielleicht, die ihren mächtigen Ast an die Dachrinne lehnte. Dann begann es zu summen. Nicht aus der Wand. Aus mir. Ein Vibration in meinen Zähnen, ein Druck auf den Trommelfellen. Ich setzte das Buch ab, die Handfläche schweißnass auf dem Einband. Die Luft im Raum verdickte sich, wurde honigfarben im späten Licht, und in dieser Verdickung formten sich Töne. Keine Melodie, die man hätte pfeifen können. Eine Abfolge von tiefen, seufzenden Cellotönen und einem hohen, gläsernen Klingen, das sich in den Schläfen festsetzte. Die Rhapsodie des Sonnentodes. Der Name kam mir sofort, vollständig, als wäre er immer da gewesen, verborgen unter einer dünnen Schicht Alltag. Sie füllte den Raum, sie füllte mich. Sie erzählte ohne Worte von der großen Müdigkeit, die nach dem Höhepunkt kommt. Von der Schwere in den reifen Früchten, die sie letztlich zum Abfallen zwingt. Von der langsamen Kapitulation des Grüns. Ich blieb reglos sitzen. Ein Teil von mir, der rationale, schrie, dass dies eine akustische Täuschung war, ein Tinnitus, Übermüdung. Doch ein anderer, älterer Teil erkannte diese Stimme. Er nickte ihr zu. Er verstand ihre Botschaft der Auflösung.

Die Stimme prophezeit eine Welt aus nacktem Geäst und einer dröhnenden Stille.

„Morgen fallen die Blätter.“ Die Worte explodierten nicht. Sie kondensierten aus der Luft, wie Tau auf einem Spinnennetz. Sie hatten kein Volumen, aber ein enormes Gewicht. Sie drückten mich tiefer in den Stuhl. „Sieh dir die Adern an“, zischte es, nun deutlich eine Stimme, ein Chor aus tausend müden Flüstern. „Sieh dieses letzte Grün. Es ist ein Aufbäumen. Eine Lüge. Die Säfte stocken schon. Sie ziehen sich zurück, tief in die Wurzeln, wo es dunkel und sicher ist. Was oben bleibt, ist Hülle. Leichtes, trockenes Gerippe. Morgen wird der Wind es fortnehmen.“ Ich presste die Hände gegen die Ohren. Es half nichts. Die Stimme war in meinem Schädel. Sie malte mit eisiger Präzision. Ich sah die Allee vor meinem Haus, nicht wie sie war, sondern wie sie sein würde: ein Tunnel aus nacktem, schwarzem Geäst. Der Himmel dahinter, nicht blau, sondern eine weiße, leblose Membran. Der Boden bedeckt mit einem raschelnden, braunen Leichentuch. Und die Stille. Eine Stille, die so absolut war, dass sie in den Ohren dröhnte. Kein Vogelruf. Kein Summen einer Biene. Nur das gelegentliche Knacken eines sich spaltenden, erfrierenden Astes. „Das ist die Wahrheit“, flüsterte die Rhapsodie. „Alles andere ist das Geschwätz des Sommers. Vergiss es.“ Ein Schauer, kalt und fremd, kroch von meinem Steißbein die Wirbelsäule hinauf. Es war nicht nur Angst. Es war eine furchtbare, lockende Logik. Warum kämpfen? Warum sich an das Leben klammern, wenn der Zyklus so eindeutig auf Ruhe, auf Rückzug, auf Tod stand? Die Müdigkeit in meinen eigenen Knochen schien zu antworten: Ja. Warum?

Alles steht im Zeichen eines permanenten Summens und die Farben der Welt verlöschen.

Die folgenden Tage waren von diesem Summen unterlegt. Es war die Grundstimmung, der permanente Mollton, zu dem sich mein Leben transponierte. Ich ging einkaufen, aber die Farben der Felder neben der Straße wirkten verblasst, als sähe ich sie durch schmutziges Glas. Die Luft, die durch das geöffnete Fenster wehte, schmeckte nicht mehr nach Erde und Gras, sondern nach kaltem Metall und fernem Rauch, obwohl kein Feuer brannte. Die Menschen in der Stadt wirkten wie Marionetten, die eine hektische, bedeutungslose Choreographie aufführten. Ihr Lachen klang schrill und oberflächlich gegen den tiefen Bass der Rhapsodie in mir. Ich floh nach Hause. Dort war sie am stärksten. Sie saß in den Schatten, die länger wurden. Sie atmete in der kühler werdenden Luft, die durch die Türritzen drang. Sie zeigte mir die Schwächen meines kleinen Reiches: den kleinen Riss im Mauerwerk, das Moos auf der Nordseite des Dachs, die welkenden Blumen in der Vase auf dem Küchentisch – winzige Vorboten der großen Auflösung. „Siehst du?“ raunte sie, als ich vor der eingegangen Geranie stand. „Sie hat keinen Willen mehr. Sie ergibt sich. Das ist Weisheit.“ Abends, im Schein der Lampe, wurden ihre Worte giftiger. Sie sprach nicht mehr nur von Natur. Sie sprach von mir. „Was hast du angehäuft? Erinnerungen. Die verblassen. Beziehungen. Die sind fort oder sterben. Projekte. Unvollendet. Dein eigenes Fleisch trägt den Samen des Verfalls in sich. Jeder Herzschatz bringt dich dem Ende näher. Warum also diese lächerliche Betriebsamkeit?“ Ich aß wenig. Schlief unruhig. Träumte von weiten, leeren Ebenen unter einem starren Himmel. Die Rhapsodie war kein Besucher mehr. Sie war mein Dauergast. Meine innere Verfassung.

Ein steifer Nacken treibt mich hinaus in den tauigen Garten an den Stamm des Apfelbaums.

Der Wendepunkt kam nicht als plötzliche Erleuchtung. Er kam als körperliche Revolte. Mein Geist war bereit, sich der eleganten Verzweiflung zu ergeben, aber mein Körper wehrte sich. Eines Morgens erwachte ich mit einem steifen, schmerzenden Nacken, aber auch mit einem unbändigen Drang nach Bewegung. Nach Handlung. Es war ein primitiver, animalischer Impuls. Der Gedanke, noch einen Tag in dem summenden Haus zu verbringen, war unerträglich. Ich stand auf, zog die alten, mit Erde verkrusteten Arbeitshosen an, die festen Schuhe. Das Schnüren der Schnürsenkel war ein Akt der trotzigen Zeremonie. Ich ging hinaus, und die Gartentür schlug hinter mir zu mit einem endgültigen Knall. Die Welt hier draußen war anders. Kälter, realer. Der Rasen war tauig, jedes Grashalm trug eine Rüstung aus winzigen Diamanten, die in der flachen Morgensonne blitzten. Die Luft brannte klar in meiner Lunge. Sie roch nicht nach Moder, sondern nach scharfer Herbstluft, nach verbrannter Süße von überreifen Früchten. Ich ging zu den beiden alten Apfelbäumen, dem Herzstück des Gartens. Sie standen da wie müde Riesen, ihre Äste etwas durchhängend unter der Last. Ich legte eine Handfläche gegen den Stamm des Granny Smith. Die Rinde war rau, kalt, lebendig. Ich schloss die Augen. Unter meinen Fingern, tief im Inneren, spürte ich es: keinen Stillstand. Eine langsame, gewaltige Bewegung. Ein Rückzug, ja, aber kein chaotischer Kollaps. Ein geordneter Rückmarsch. Die Kräfte zogen sich von den äußersten Blattspitzen zurück, sammelten sich in den dickeren Ästen, flossen langsam, träge, aber zielstrebig nach unten, hinunter in die verborgenen Wurzeln. Dort, in der Dunkelheit, würden sie überwintern. Nicht sterben. Warten. Ein riesiger, honigfarbener Bienensaum surrte um die letzten späten Blüten eines Lavendelbuschs. Das Summen war lebendig, geschäftig, voll Absicht. Es war das genaue Gegenteil des Summens in meinem Haus. Ich atmete tief ein. Der Duft von feuchter Erde, von faulendem Fallobst und dem harzigen Geruch der Kiefernhecke war überwältigend. Es war der Geruch von Prozess. Von Verwandlung. Nicht von Ende. „Arbeite“, sagte ich laut zu mir selbst. Die Worte dampften in der kalten Luft.

Ich hole Leiter und Körbe und beginne die methodische Arbeit des Aberntens.

Ich holte die Aluleiter aus dem Schuppen. Ihr Metall war eiskalt. Ich holte die Weidenkörbe, deren Geflecht unter meinem Griff knarzte. Ich holte den Rechen. Dies waren meine Waffen. Meine Werkzeuge der Antwort. Die Arbeit nahm mich sofort gefangen. Sie war einfach, rhythmisch, fordernd. Sie ließ kein Raum für Gedanken, nur für Wahrnehmung. Das Knarzen der Leitersprosse unter meinem Gewicht. Der leise, saubere Pop, wenn sich ein reifer Apfel-Stiel vom Holz löste. Das Gewicht der Frucht in meiner Hand: fest, dicht, voll. Ich drehte jeden Apfel, prüfte auf Druckstellen, legte ihn vorsichtig in den Korb. Einige waren perfekt, sonnenseitig rot gebacken wie Porzellan. Andere hatten die Narben des Wetters, kleine Schorfstellen, die Form einer Wespe. Alle wurden sorgfältig gebettet. Der Schweiß rann mir trotz der Kälte den Rücken hinunter. Meine Arme begannen zu brennen. Die Rhapsodie versuchte einzudringen. Sie kam als leises Zischen am Rande meines Bewusstseins. „Mühe“, flüsterte sie. „Für was? Nährstoff für Würmer. Morgen beginnt der Verfall.“ Ich hielt einen ‚Boskoop‘ in der Hand, riesig, mit rauer, grün-brauner Schale. Ich biss hinein. Das Fleisch war hart, säuerlich, unglaublich erfrischend. Der Saft tropfte mir übers Kinn. Es schmeckte nach Säure und Zucker, nach diesem konkreten Herbst, nach diesem konkreten Baum. Es schmeckte nach jetzt. Nicht nach morgen. „Für das“, murmelte ich und warf den Kern in Richtung der Kompostecke. Die Arbeit ging weiter. Korb um Korb füllte sich. Eine wachsende Armee aus Gold und Rot und Grün. Kommende Ernten Gold. Der Satz formte sich nicht als abstrakte Hoffnung, sondern als physische Tatsache. Diese Äpfel würden zu Saft, zu Mus, zu Kuchen werden. Sie würde Wärme und Geschmack und Süße in den Winter tragen. Ihre Samen im Kompost könnten, eines fernen Tages, neue Bäume werden. Nichts an dieser Kette war Endgültig.

In der Dämmerung betrachte ich den Fall eines einzelnen Blattes und seine vollendete Narbe.

Die Dämmerung setzte früh ein. Ein lila-grauer Schleier legte sich über den Garten. Meine Muskeln schmerzten in einem wohltuenden, ehrlichen Echo jeder Bewegung. Die gefüllten Körbe standen in Reih und Glied in der offenen Gartenlaube, jede Frucht ein schlafender Schatz. Ich lehnte den Rechen an die Wand und betrachtete meine Welt. Die Beete waren abgeräumt, das Laub geharkt. Es sah nicht kahl aus. Es sah vorbereitet aus. Aufgeräumt. Ein leerer Tisch, auf den der Winter seine weiße Tischdecke legen konnte. Dann sah ich es. Hoch oben in der Krone der alten Birne löste sich ein einziges Blatt. Es zögerte einen Moment, als wage es den Absprung nicht. Dann kippte es, fing einen unsichtbaren Luftzug und begann seinen Tanz. Es war kein sturzes Fall. Es war ein gleitendes, drehendes, schwebendes Ballet. Es nutzte jeden Widerstand der Luft, um seinen Abstieg zu verlängern, zu zelebrieren. Blassgelb, von rostroten Flecken durchsetzt, landete es schließlich mit einem kaum hörbaren Seufzer auf dem braunen Erdreich meines umgegrabenen Gemüsebeets. Ich ging hinüber. Kniete mich nieder. Das Knie drang in die kühle, weiche Erde ein. Ich hob das Blatt auf. Es lag federleicht auf meiner Handfläche. Ich betrachtete es wie ein Archäologe ein Pergament. Seine Adern waren ein filigranes Reliefnetz, ein perfektes System von Transportwegen, das nun stillgelegt war. Am Stielansatz, dort wo es sich vom Baum gelöst hatte, war eine saubere, trockene Narbe. Kein blutender Riss. Ein sauberer Schnitt. Der Baum hatte es freigegeben. Die Rhapsodie hatte von diesen letzten Blättern als „verdorrten Zeugen“ gesprochen, die den Kummer des Frühlingsfalls bedauern. Doch dieses Blatt in meiner Hand strahlte keine Trauer aus. Es strahlte Vollendung aus. Es hatte seine Aufgabe erfüllt. Es hatte Sonnenlicht in Zucker verwandelt, hatte den Baum genährt, und nun, am Ende seiner Kraft, machte es Platz. Sein Fall war kein Akt der Verzweiflung, sondern der Ökonomie. Der Resignation. Sein Zerfall auf dem Beet, auf das ich im Frühling Karotten säen würde, wäre seine letzte, nährende Gabe. „Du hast unrecht“, sagte ich leise in die hereinbrechende Dunkelheit. „Du siehst nur den Bruch. Ich sehe das Übergeben.“

Ich zünde alle Lampen an und wasche die Äpfel in einer Zeremonie der Fürsorge.

Ich kehrte ins Haus zurück. Meine Kleidung roch nach kaltem Schweiß, Erde und Apfelschale. Der Raum, der mich früher umfangen hatte, fühlte sich fremd an. Die bedrohliche Präsenz war gewichen, verdrängt von der physischen Erschöpfung und dem stillen Triumph der vollen Körbe. Ich zündete alle Lampen an, nicht nur eine. Ich machte Feuer im kleinen Kamin, obwohl es nicht bitterkalt war. Ich brauchte das Flackern, das lebendige Gelb der Flammen. Die Schatten, die es warf, waren tanzende, nicht lauernde Gestalten. Während das Feuer knisterte, holte ich eine Schüssel warmes Wasser und begann, die Äpfel für die erste Verarbeitung zu waschen. Das Wasser rauschte. Das Schrubfen der Schalen unter meinen Fingern erzeugte ein sanftes, schabendes Geräusch. Es war ein Geräusch der Fürsorge. Eines nach dem anderen tauchte ich die Früchte ein, rieb sie sauber, legte sie zum Trocknen auf ein grobes Leinentuch. Ihre Haut glänzte im Lampenlicht. Die Rhapsodie war nicht völlig verstummt. Irgendwo, ganz tief, war noch ein Brummen, ein fernes Wetterleuchten der Verzweiflung. Aber es hatte keine Macht mehr über mich. Sein Platz war von etwas Konkretem besetzt worden: vom brennenden Muskel in meiner Schulter, vom Duft des Holzfeuers, vom viszeralen Wissen um den Wert der Schätze in der Laube. Ich holte die Samenkataloge und die kleinen, beschrifteten Papiertütchen mit dem eigenen Saatgut vom letzten Jahr. Bohnen ‚Blue Lake‘. Tomate ‚Brandywine‘. Rucola. Ich breitete sie auf dem Tisch aus. Jedes Päckchen war eine Zeitkapsel. Ein versiegeltes Versprechen. Die Rhapsodie lachte über diese „Hoffnungsfetzen“. Ich strich über die rauen Papiertütchen. Dies war keine naive Hoffnung. Es war ein Vertrag mit der Zukunft, basierend auf dem Wissen um den Kreislauf. Der Tod des alten Laubes war die Unterschrift unter diesen Vertrag.

Ich trete in die gefrorene Nacht hinaus und schließe einen Pakt mit der kalten Logik.

Ich konnte nicht schlafen. Die Energie, die aus der Verzweiflung gezapft worden war, pulsierte noch in mir. Ich zog mir eine Jacke über den Schlafanzug und trat auf die kleine Terrasse hinaus. Die Nacht war sternenklar und eisig. Der Mond, eine schmale Sichel, hing wie eine kalte Klinge über dem Garten. Alles war in monochromes Blau und Schwarz getaucht. Die Konturen der Bäume waren scharf wie Scherenschnitte gegen den milchigen Sternenteppich. Da war es wieder. Die Rhapsodie. Aber sie kam nicht mehr von innen. Sie kam von draußen. Sie war der Frost, der sich in feinen Nadeln auf jedes Grashalm legte. Sie war die absolute, knisternde Stille, die jeden anderen Laut verschluckte. Sie war der unermessliche, kalte Raum zwischen den Sternen. In dieser Stunde vor der Morgendämmerung war ihre Argumentation am mächtigsten. Hier, in dieser erbarmungslosen Kälte, schien das Leben tatsächlich ein winziger, lächerlicher Unfall zu sein. Ich zitterte. Doch statt zurück ins Haus zu fliehen, ging ich die drei Stufen hinunter in den Garten. Der gefrorene Rasen knirschte wie zerbrochenes Glas unter meinen Sohlen. Ich ging bis zur Mitte, wo ich am Tag zuvor gearbeitet hatte, und blickte zum Himmel auf. „Ich sehe dich“, sagte ich, und mein Atem bildete eine weiße Wolke, die sich sofort auflöste. „Ich sehe deine Kälte. Deine Leere. Deine schöne, grausame Logik.“ Ich wartete, als erwartete ich eine Antwort. Keine kam. Nur die Stille. „Aber ich sehe auch anderes“, fuhr ich fort, meine Stimme fest in der gefrorenen Luft. „Ich sehe den Apfel, der im Juni am Baum hängen wird, wo jetzt dieser kahle Ast ist. Ich sehe die grünen Triebe der Kartoffeln, die unter dieser gefrorenen Erde schlafen. Ich spüre die Wärme des Feuers, das ich aus diesem Holz hier mache.“ Ich trat an den Holzstoß und legte eine Hand auf die geschichteten Scheite. „Du redest vom Ende. Ich rede vom Brennstoff. Vom Samen. Vom Gold, das nach der Reife kommt. Der Sonnentod ist nicht das Ende des Lichts. Es ist seine Konzentration. Seine Verdichtung in den Kern. In den Samen. In die Wurzel.“ In diesem Moment, unter dem gefrierenden Himmel, war es keine Behauptung mehr. Es war ein Glaubensbekenntnis. Ein Pakt, den ich mit dem Garten, mit dem Zyklus, mit mir selbst schloss. Ich akzeptierte den Tod. Nicht als Feind, sondern als Partner. Als notwendigen Schnitt. Als dunklen Nährboden. Ein leichter Wind erhob sich und fuhr durch die kahlen Äste der Birne. Er erzeugte einen Ton, ein tiefes, singendes Oooooom. Es war kein bedrohliches Summen mehr. Es war ein Einverständnis. Ein Abschiedsseufzer. Vielleicht war es die Rhapsodie selbst, die sich verwandelte. Vielleicht war es nur der Wind. Ich ging zurück ins Haus. Meine Füße waren eiskalt, aber in meiner Brust brannte eine kleine, stetige Flamme.

Ich studiere Gartenpläne und lerne die Grammatik von Licht Nährstoffen und Fruchtfolgen.

Der nächste Tag war dem Studium gewidmet. Nicht dem Grübeln, sondern dem aktiven Lernen. Ich holte meine alten Gartenbücher hervor, bedeckt mit Erdspuren und wasserverwischten Notizen. Ich studierte die Pläne der Fruchtfolge. Kohl nach Bohnen. Nie Kartoffeln nach Kartoffeln auf demselben Beet. Ich ging hinaus mit Notizblock und Bleistift. Ich kartographierte meinen Garten neu. Nicht wie er war, sondern wie er sein würde. Hier, im sonnigsten Streifen, würden die Tomatenhäuser stehen. Dort, im halbschattigen Bereich unter der Birne, der Spinat und der Mangold gedeihen. Das abgeerntete Apfelbeet würde mit einer Gründüngung aus Winterroggen eingesät, um den Boden zu schützen und zu nähren. Dies war die Grammatik des Lebens. Eine Sprache aus Licht, Nährstoffen, Wasser und Zeit. Die Rhapsodie hatte die Sprache des Nullpunkts, des Auslöschens gesprochen. Meine Sprache hatte Verben der Verwandlung: säen, pflegen, ernten, kompostieren, düngen, ruhen lassen. Jede Handlung war ein Wort in einem nie endenden Satz. Ich begann mit der praktischen Arbeit. Ich schnitt die abgestorbenen Stängel der Stauden zurück, aber nicht zu tief, um die neuen Knospen zu schonen. Ich häufelte Erde um die Rosenwurzeln an. Ich verteilte eine dicke Schicht aus Laub und gehäckseltem Strauchschnitt auf den abgeräumten Beeten – eine Decke für den Winter. Jede dieser Handlungen war eine konkrete Widerrede gegen die Prophezeiung der Leere. Sie sagten: Hier wird geschützt. Hier wird vorbereitet. Hier wird wieder.

Der alte Bert kommt mit leeren Eimern und spricht vom Biss des Oktobergeists.

Mitten in dieser neuen, zielstrebigen Ruhe kam der Besuch. Es war der alte Bert, mein Nachbar von der anderen Straßenseite. Ein Mann, der doppelt so viele Herbste gesehen hatte wie ich. Er kam mit zwei leeren Eimern über den Weg geschlurft. „Hab gesehen, du bist bei den Äpfeln“, sagte er mit seiner knarzigen Stimme. Seine Augen, von tausend Lachfalten umgeben, musterten die gefüllten Körbe in der Laube. „Gute Ausbeute. Der Sommer war gnädig.“ „Er war es“, stimmte ich zu und fühlte eine seltsame Freude über die banale Feststellung. Bert setzte sich auf eine umgedrehte Kiste und zog eine Pfeife hervor. „Immer dasselbe. Man meint, man kennt den Lauf. Dann kommt ein Herbst wie dieser und frisst einen fast auf. Hat mich auch gepackt, vor… oh, dreißig Jahren? So ein Gefühl, als ob alles Grau wird. Von innen und außen.“ Ich starrte ihn an. „Sie wissen…?“ Er lachte, ein trockenes, raschelndes Geräusch. „Jeder, der richtig gärtnert, kennt es. Nicht jeder spricht drüber. Die Alten nannten es den ‚Biss des Oktobergeists‘. Manche trinken ihn weg. Andere gehen in den Keller und kommen nicht mehr rauf. Die Klugen…“ er machte eine ausladende Geste mit seiner Pfeife, die den Garten, die Körbe, mich umfasste, „…die Klugen antworten ihm. Sie geben ihm keine leere Stube, in der er sich breitmachen kann. Sie füllen sie.“ Er füllte seine Eimer mit Äpfeln, ich musste es ihm aufzwingen. Beim Gehen drehte er sich noch einmal um. „Das Laub, das du zusammengeharkt hast. Lass es nicht einfach liegen. Mach Laubkompost. Mit etwas Kalk und dem Rasenschnitt vom letzten Mal. Das gibt das beste Gold für den Frühling. Das versteht der Geist nicht. Dass aus seinem eigenen Mantel neues Leben kommt.“ Nachdem er gegangen war, fühlte ich mich nicht mehr allein. Ich war Teil einer unsichtbaren Gemeinschaft von Menschen, die den Pakt kannten. Die wussten, dass man den Sonnentod nicht ignorieren, sondern einverleiben musste.

Die Äpfel verwandeln sich in Saft in Wein und in gedörrte Sonnenscheiben.

Nun begann die eigentliche Alchemie. Die Äpfel wurden zu etwas anderem. Ich schaltete die große, alte Saftpresse ein, die ich von meinem Großvater geerbt hatte. Ihr metallisches Dröhnen übertönte jedes andere Geräusch. Die Äpfel wurden gewaschen, gehäckselt, gepresst. Der goldbraune Strom floss in die bereitgestellten Behälter. Der süß-herbe Duft erfüllte das ganze Haus, drang in jede Ecke, verjagte den letzten Hauch von Moder. Ein Teil des Saftes wurde pasteurisiert und in Flaschen gefüllt. Sonnenlicht, eingefangen für trübe Februartage. Ein anderer Teil wanderte in den Gärtopf, angesetzt mit Gewürzen zu Apfelwein. Eine Gärung, eine lebendige, brodelnde Verwandlung, die Kälte und Dunkelheit brauchte, um ihr Werk zu tun. Die schönsten Äpfel wurden geschält, entkernt, in Schnitze geschnitten und zum Dörren auf Gitter gelegt. In der sanften Hitze schrumpften sie zu konzentrierten, zähen Scheiben zusammen, ihr Geschmack intensivierte sich um das Hundertfache. Sie waren die Essenz des Herbstes, haltbar gemacht. Jeder dieser Prozesse war eine Lektion. Aus der Fülle wurde Vorrat. Aus der Vergänglichkeit wurde Haltbarkeit. Der Tod der frischen Frucht war die Geburt des Saftes, des Weins, des Dörrobsts. Die Rhapsodie hatte vom unaufhaltsamen Verfall gesprochen. Ich sah eine Kaskade von Verwandlungen, von denen keine Endgültig war.

Der erste Frost verzaubert den Garten in eine funkelnde und tödlich schöne Kristallwelt.

Er kam in der Nacht. Als ich morgens heraustrat, war die Welt verzaubert. Jedes Grashalm, jeder Zaundraht, jedes letzte vertrocknete Blatt an der Rose war umhüllt von einem dicken, weißen Mantel aus Reif. Die Sonne, gerade aufgegangen, traf diese Kristallwelt und ließ sie in tausend Regenbogenfarben funkeln. Es war atemberaubend schön. Tödlich schön. Ich ging zum Gemüsebeet. Die letzten Salatpflanzen, die ich stehen gelassen hatte, waren schlaff und durchsichtig, zu schwarzen, matschigen Laken zusammengefallen. Dem Frost war egal, was grün und saftig war. Er war der große Gleichmacher. Doch daneben, unter der schützenden Laubdecke, wusste ich, ruhten die Samen der Wintererbsen, sicher in ihrer harten Hülle. Die Blumenzwiebeln – Tulpen, Narzissen, Krokusse – steckten tief in der Erde, ihre Energie konzentriert auf einen einzigen Punkt, wartend auf das Signal der Wärme. Der Frost war kein Mörder. Er war ein Türsteher. Er beendete das eine Leben, um Platz für das andere zu schaffen. Er konservierte die Energie im Boden, hielt die Schädlinge in Schach, brach die groben Scholen. Seine Kälte war eine Form der Reinigung. Ich holte die Kamera und machte Fotos von den funkelnden Spinnweben, den eisumhüllten Hagebutten. Ich dokumentierte die Schönheit des Sterbens. Denn es war eine Schönheit.

Ich verbrenne das Laub in einer Tonne und der Rauch steigt auf wie ein Dankgebet.

An einem windstillen Sonntag veranstaltete ich ein kleines, privates Ritual. Ich zündete ein Feuer in einer alten Metalltonne an, an einer geschützten Stelle. Nicht um zu verbrennen, sondern um zu verwandeln. Ich schichtete das trockene, gesammelte Laub der Bäume und Sträucher hinein, vermischt mit ein paar kleinen Ästchen. Das Laub fing nicht lichterloh Feuer. Es schwelte. Ein dichter, weiß-blauer, süßlich riechender Rauch stieg auf und zog langsam über den Garten. Dieser Rauch war das Gegenteil der klaren, kalten Luft des Frosts. Er war warm, würzig, erinnerte an indischen Weihrauch. In vielen Kulturen, wusste ich, wurde mit solchen Rauch die Luft gereinigt, um böse Geister zu vertreiben. Ich dachte nicht an Geistervertreibung. Ich dachte an Dankbarkeit. An Rückgabe. Die Blätter hatten ihre Arbeit getan. Nun gab ich ihnen durch das Feuer die Möglichkeit, schnell zu ihrer elementaren Form zurückzukehren. Die Asche, die übrig bleiben würde, war reich an Mineralien. Sie würde im Frühling auf die Beete gestreut werden. Ein perfekter Kreis. Während der Rauch aufstieg und sich mit dem hellgrauen Himmel vermischte, hörte ich es ein letztes Mal. Die Rhapsodie. Aber sie war kaum wiederzuerkennen. Ein sanftes, trauriges Ausatmen im Rauch. Ein letztes Flüstern: „Auch dies wird zu Staub.“ „Ja“, antwortete ich dem Rauch. „Und aus dem Staub wächst die nächste Möhre.“ Es gab keine Antwort mehr. Nur das leise Knistern des schwelenden Laubes. Der Sonnentod hatte gesungen. Ich hatte zugehört. Ich hatte geantwortet. Nun war das Lied zu Ende. Es war Zeit für die Stille zwischen den Liedern.

Bei Lampenlicht entwerfe ich die Beete des nächsten Sommers und sähe Gedanken aus.

Die Tage wurden kürzer, die Nächte länger und dichter. Doch in meinem Haus herrschte jetzt eine andere Art von Dunkelheit. Nicht die drückende, summende Dunkelheit der Verzweiflung, sondern die friedliche, erwartungsvolle Dunkelheit des Samens in der Erde. Am Abend saß ich am Tisch, umgeben von den Samenkatalogen, den bunten Tüten, meinen Notizen. Unter der warmen Lampe entwarf ich den Garten des nächsten Jahres. Ich zeichnete die Beete neu, tauschte Kulturen aus, plante Begleitpflanzungen, um Schädlinge fernzuhalten. Ich rechnete Aussaat- und Pflanztermine aus, markierte sie im Kalender. Diese Tätigkeit war pure Antizipation. Sie war ein Akt des Glaubens an die Rückkehr der Sonne, an die Kraft des Lebens, das unter der Schneedecke schlummerte. Jede gezeichnete Reihe Salat, jeder markierte Punkt für eine Zucchinipflanze, war ein Lichtpunkt in der Zukunft, den ich jetzt schon setzte. Die Rhapsodie war verstummt. An ihre Stelle war eine tiefe, konzentrierte Stille getreten, die vom leisen Rascheln der Papier und dem Kratzen des Bleistifts erfüllt war. Manchmal hielt ich inne und lauschte in diese Stille. Sie war nicht leer. Sie war voll von Möglichkeiten.

Im tiefsten Winter finde ich an einem Zweig eine Knospe die alles verspricht.

Der Winter kam in aller Strenge. Schnee fiel und hüllte den Garten wochenlang in eine weiche, weiße Decke. Die Welt war auf zwei Farben reduziert: Weiß und das Schwarz der Baumäste. Es war die visuelle Manifestation der Rhapsodie: einförmig, ruhig, karg. Eines Morgens, nach einer besonders kalten Nacht, ging ich hinaus, um Futter für die Vögel zu streuen. Die Luft war so kalt, dass sie in der Nase brannte. Ich stapfte durch den knietiefen Schnee zur Vogeltränke, um das Eis zu brechen. Dabei streifte ich einen Zweig der Forsythie, die an der Hauswand wuchs. Eine dünne Schneeschicht rieselte herab. Und da sah ich es. Unter dem Schnee, fest an den Zweig gepresst, saßen die Knospen. Dutzende von ihnen. Winzig, scharf, in braune Schuppen gepackt. Sie sahen aus wie miniaturisierte Artischocken. Ich berührte eine vorsichtig mit dem behandschuhten Finger. Sie war steinhart, eiskalt. Unbeeindruckt. In dieser Knospe, in diesem gefrorenen, winzigen Punkt, war alles enthalten. Der gesamte Plan für den Frühling. Die Anordnung der gelben Blütenblätter, die Form der grünen Blätter, der gesamte komplexe Code des Wachstums. Eingefroren. Konserviert. Wartend. Die Rhapsodie vom Sonnentod hatte von der Leere gesprochen, die bleibt. Sie hatte die falsche Leere betrachtet. Die wahre Leere, das wahre Nichts, gab es nicht hier draußen. Die wahre Fülle war hier, verborgen in dieser harten, kleinen Hülle. Das Gold der Ernte war nicht nur in den eingemachten Gläsern im Keller. Es war hier, an diesem Zweig. Ein versiegeltes Versprechen, das die Kälte bewachte. Ich lächelte. Der Atem stieg wie ein Rauchsignal der Zufriedenheit in die kalte Luft auf. Der Kreislauf war nicht gebrochen. Er ruhte nur. Und ich ruhte mit ihm. In dem Wissen, dass nach der Stille der nächste Akkord folgen würde. Nicht der einer Rhapsodie des Todes, sondern der einer Symphonie, die immer weiter spielte, in Moll und Dur, in Stille und Lärm, in Tod und Geburt. Und ich war kein gefangener Zuhörer mehr. Ich war ein Musiker in diesem Orchester.


Mit den besten Wünschen aus dem Garten der Übergänge,
Ihr Gärtner der Widerrede und Kompostierer verlorener Herbstgedanken.

uwR5


*Der geneigte Leser möge es verzeihen, dass wir an dieser Stelle keine detaillierte botanische Bestimmung der erwähnten Apfelsorten, keine genaue geologische Analyse des Gartenbodens und erst recht keine philosophische Abhandlung über die genaue Natur der beschriebenen akustischen Phänomene liefern. Manche Dinge, seien es die Gesänge des Verfalls, der genaue Duft des Laubschwelens oder das unvergleichliche Gefühl einer steinharten Knospe im Februar, entziehen sich der pedantischen Katalogisierung und wollen einfach nur erlebt, ertragen und vielleicht auch ein kleines bisschen gefürchtet werden. Wir vertrauen auf Ihre eigene Vorstellungskraft, jene letzte unverplante Wildnis im menschlichen Geist.

Quellenangaben:
Inspiriert von der Logik des Verfalls eines sturen Boskoop-Apfels,
NABU: Naturgarten im Herbst
BUND: Alte Obstsorten
Spektrum: Der philosophische Garten
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

weiterlesen =>

Informationen aus dem Internet

Die Stille am Dom zu Köln

Der Domplatz, so vertraut und belebt, taucht in die Nacht. Die Lichter der Gaslaternen tauchen das uralte Pflaster in ein warmes, fahles Licht. Doch als die letzte Glocke verstummt, legt mehr lesen >>>

Das Echo des Schmerzes hat am

Ein schmaler Umschlag ohne Absender, ein unerwartetes Päckchen Hoffnung in der bleiernen Leere des Lebens. Ein Jahr war vergangen, seit die Stille die einzige Antwort war. Dann mehr lesen >>>

Jeder Regentropfen ist ein

Die Welt war eingekapselt in der trockenen Stille der Wohnung, bis ein ungestümer, beinahe unwiderstehlicher Impuls einen Mann in das lebendige Chaos hinauszog. Es mehr lesen >>>

Im Zauberspiegel blieb ein

Die Luft im Garten war schwer vom Duft verwelkender Rosen und einer unsagbaren Stille. Im Haus, hinter der schweren Samtgardine, die nach diesem Garten mehr lesen >>>

Goldene Wellen, ein

Die steinerne Stille des Archivs, nur durchbrochen vom leisen Rascheln vergilbten Pergaments, verbarg ein Geheimnis aus einer anderen Zeit. Ein mehr lesen >>>

Ritter steigen aus der Gruft,

Die kalte Nachtluft lag schwer über dem verlassenen Steinbruch bei Forchheim. Ein eisiger Wind fuhr durch die leeren Maschinenhallen und mehr lesen >>>

Der Wind erzählt von einem

Das Königreich atmete den süßen, fauligen Atem der Angst. Er hing über den Märkten, wo das Gemurmel der Händler jetzt ein mehr lesen >>>

War das Knarren im

Ein ganz normales Haus, erfüllt von der Vorfreude auf neues Leben. Ein helles, unfertiges Kinderzimmer. Doch dann mehr lesen >>>

Kein Wettgesang

Die Dresdner Chorszene, ein stolzes Echo jahrhundertealter Tradition, erbebt, als ein renommierter Dirigent mehr lesen >>>

Ein Spatzen Lied webt die

Stell dir eine Landschaft vor, in der die Morgenstille nicht von Vogelgesang, sondern von einem mehr lesen >>>

Das Haus, es seufzt und

Ein alter Brief mit einem unbekannten Erbe zieht einen Mann in die Stille eines mehr lesen >>>

Das Netzwerk der stummen

Dresden ist kein Ort aus Stein, sondern ein lebendiges Uhrwerk, dessen mehr lesen >>>

Das steinerne Gedächtnis

Die sächsischen Straßenzüge strahlen eine Schwere aus, den mehr lesen >>>

Branntwein und eine

Die Elbe liegt erstarrt unter einer Decke aus schwerem mehr lesen >>>

Verbrannter Hände greifen

In den gewaltigen Ausmaßen der Marienkirche zu mehr lesen >>>

Halme und Schatten schmieden

In einem vergessenen Winkel der Welt, mehr lesen >>>

Die Mi-9 Chiffre der Toten

Die See vor der namenlosen mehr lesen >>>

Wenn Im Schatten der Eschen

Hügeldorf ist mehr lesen >>>

Vom Geheimnis der sprechenden

Die mehr lesen >>>


Nutze die Zeit für Informationen aus dem Internet.

Faßt mich erst recht tief Nach viel andrer, beßrer Lust, Die die Töne nicht erlangen – Ach, wer sprengt die müde Brust?« Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Gedichte 1841 www.zeno.org Welches Bataillon könnte wohl einen Hagel von 470 Dynamittorpedos aushalten? Ein solcher in der Luft schwimmender […]
Henkerschwert im Auf einem Kruxweg stehen zwei Männer in der Sternennacht; wird einem dunkeln Gott ein Opfer dargebracht? Rund um ein Feuer lagern sie Schädel wie auch Gebein, und streuen Magiekräuter in seine Gluth rein. Mit Scharfrichterschwert buddeln sie leise den Grund auf; was erkunden sie da […]
Angriff einer dürren, Sie war aber nun einmal am Himmel, dem "Ort der Glückseligen", wie sie's nannte, angelangt und teilte mir alles mit, was sie drüber wußte. Sie sagte, alles was man dort zu thun habe, sei, den ganzen Tag lang mit einer Harfe herumzumarschieren und dazu zu singen immer und ewig. Das […]

Informatik, systematische Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Naturverschwisterung durch Grases Wogen

Naturverschwisteru

Wie ein gezäumter Renner mit weiten Nüstern lauscht, wenn frei durch Grases Wogen der Brüder Rudel rauscht: So horcht mein Haupt und taucht Vom Fenster in die Nacht, Wenn draußen wilder Lüfte Stürmender Drang erwacht. Da neigen sich und flüstern Willkommen Baum und […]

Informatik, systematische Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Dresdener Conferenzen

Dresdener

Die politischen Processe wurden im Jahre 1851 meist zu Ende geführt und hatten zahlreiche Verurtheilungen zu schweren Freiheitsstrafen zur Folge. Die finanziellen Verhältnisse des Staates erwiesen sich im Jahre 1851 trotz den Nachwehen der Revolution, der starken […]

Informatik, systematische Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Mit übermenschlicher Anstrengung

Mit

Als er aufschaute, gewahrte er Samuel Fergusson, der mit über der Brust gekreuzten Armen wie im Wahnwitz nach einem imaginären Punkt in der Luft starrte. Kennedy war in einem schreckenerregenden Zustande; er wiegte den Kopf hin und her wie ein wildes Thier im Käfig. […]