Graue Stadt

Fern in Winterdunst versunken
Liegt die graue Stadt. -
Auf bereifter Wiese
Träumt ein Frühgeborener
Von einer Stadt des Lichtes. - - -

In frostigen Dünsten, die zum Himmel qualmen,
Verblutet die Sonne.
Ein weißes Birkenkind mit bebenden Reisern
Starrt bang in die Blutung
O stirb nicht, Mütterchen Sonne!

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Der Triumph der Liebe - Erster Gesang B1.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Ihr stutzet, Freund, wie nur ein Mann, der Wochen mit der ganzen Erde grollte und grimmen Tod im Meere suchen wollte, nach Irdischem so eifrig fragen kann! Quelle: Gedichte Franz Grillparzers 1872 www.zeno.org - Contumax GmbH Co.KG Freund Naphta was ist ein brillanter, rhetorisch begabter und sophistischer Logik verpflichteter Intellektueller, von dessen Einflüssen Settembrini seinen jungen Freund Castorp vergeblich fernzuhalten versucht. In anarchokommunistischer Tradition strebt Naphta nach der Wiederherstellung des anfänglichen paradiesisch justizlosen und gottesunmittelbaren Zustands der Staat- und Gewaltlosigkeit, wo es weder Herrschaft noch Dienst gab, nicht Gesetz noch Strafe, kein Unrecht, keine fleischliche Verbindung, keine Klassenunterschiede, keine Arbeit, kein Eigentum, sondern Gleichheit, Brüderlichkeit, sittliche Vollkommenheit. Nach Abschaffung der Greuel des modernen Händler- und Spekulantentums und der Satansherrschaft des Geldes, des Geschäfts sei ein totalitärer, auf Terrorismus gestützter Gottesstaat zu errichten; das Prinzip der Freiheit sei ein überlebter Anachronismus. Zwischen Settembrini und Naphta kommt es in der Folge immer wieder zu heftigen Disputen über philosophische und politische Fragen, bei denen sich der Zuhörer Castorp beeindruckt davon zeigt, wie Naphta seinem bisherigen Lehrmeister Paroli bietet. Der sich selbst allein schädliche Mann ward, weil er in adligen Gesellschaften unerfreuliche Dinge hinplauderte, dem edlen Bernstorff als ein gefährlicher angezeigt. B. ermahnte den Sohn seines Freundes, warnte, drohte; umsonst, Cr. trotzte, seiner Unschuld sich bewußt; und es geschah, was bei gelassener Behandlung zu vermeiden war. Bald nachher, da Bernstorff noch Cramers Reue und Herstellung wünschte, trafen sich Cr. und Fritz St. in Preez, Freunde von der Kindheit her und Duzbrüder. Der Unglückliche, der seinem Fritz nichts zuleide getan, der nur dem Adel Bürgertugenden gewünscht hatte, ward wie fremd übersehn, wie verpestet gescheut; er ging in des Wirts Garten und weinte sich aus. Ein trauliches Wort, Stolberg, ein herzlicher Zuspruch, hätte den guten, talentvollen, nur unbesonnenen Freund gerettet. Vor allen Dingen erklärte er mir natürlich, daß er ein Hauptmannssohn sei. […]

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Der Krystallsarg im Kottmarberg.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Im Kottmarwald bei Kottmarsdorf nahe Löbau entdeckt sich gegen Morgen im Gestein eine Nische, die ehemals eine Tür war, die in ein im Felsen befindliches Gewölbe führte, und sich nach der Sage auch jetzt noch zuweilen öffne. Es soll bekanntlich einst, im 10ten Säkulum in der Gegend ein Graf ein Schloß besessen haben, dem der Herr nur ein einziges, aber wunderschönes Töchterlein geschenkt hatte. Bedauerlicherweise waren aber ihre Erziehungsberechtigte noch wie die Böhmen überhaupt dem blinden Heidentum stellen, nur jene Alte war einst eines durchziehenden Pilger im Christenglauben gelehrt worden, und der milde Richtstrahl des berichtigen Lichtes hatte ihr Herz so erwärmt, daß sie selbst ihren Erziehungsberechtigte erklärte, sie werde sich nie trauen, stattdessen nach ihrem einstigen Absterben gen Rom pilgern, sich dort taufen können, und ihr Leben dem Himmel weihen. Ihren Erziehungsberechtigte blieb nichts übrig, als sich dem Willen ihrer geschätzten Angehöriger zu fügen, sie wiesen daher alle, die um deren Hand anhielten, von sich, nur Einer, ein vornehmer böhmischer Herr, der aber ein arger Beschwörer war, sann auf Rache, wie er das Mägdlein in seine Hände bekommen möge. Nun hatte aber Wiarda, so war ihr Name, von jenem Pilgrim ein silbernes Kreuz erhalten, und war ihr von demselben gesagt worden, so lange sie das bei sich trage, könne sie allen Anfechtungen böser Zauberer lächerlich machen. Da begab es sich über kurz oder lang, daß die Jungfrau vorm Schlosse lustwandelte und zufällig das Kreuz daheim abgelegt hatte, gleich rauschte ein von zwei Fassen gezogener Wagen aus der Luft herab, in was für einem jener Beschwörer saß, er sprang heraus, ergriff die langersehnte Beute, und eilte mit ihr mit den Lüfte davon. Ihre armen Eltern weinten und jammerten manches Jahr um ihr verlornes Töchterlein und hatten schon alle Hoffnung abgebrochen, sie je abermals zu sehen, da sprach einmal ein fremder Pilger in ihrem Schlosse ein, und gab sich als den frommen Familienangehöriger wiederzuerkennen, der ihre Angehöriger einst im Christenglauben unterwiesen habe. […]

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Frage und Antwort von Faustus an Mephisto.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Im grünen Walde wandeln zwei Männer, kühl umrauscht, da wird von hohen Dingen manch ernstes Wort getauscht. Der Eine für sein Wissen sucht reichlichen Gewinn, dem reicht des Trugs Narzissen der zweite listig hin. Belehrung ist ein Saatkorn, das Früchte trügt mit Lust; Täuschung ist eine Giftsaat, geworfen in die Brust. Belehrung ist die Tochter der Wahrheit und des Lichts, der Lüge Kind ist Täuschung, ein buntbemaltes Nichts. Eine Teekanne hatte mir aber schon Micki aus dem Zuchthause durch einen der Arrestanten, die im Hospital zu arbeiten hatten, zu schicken versprochen. Er sprach mich als erster an, fragte mich neugierig aus und erzählte mir recht ausführlich von den äußeren Einrichtungen des Hospitals. Dieser Kranke, ein Schwindsüchtiger namens Ustjanzew, lag mir gegenüber; er gehörte zu den im Anklagezustande befindlichen Soldaten und war derselbe, der aus Angst vor der Strafe eine Schale mit Branntwein, den er stark mit Tabak angesetzt, ausgetrunken und sich dadurch die Schwindsucht zugezogen hatte; ihn habe ich schon früher einmal erwähnt. Er hieß Tschekunow. Er hatte damit sein Ziel erreicht: er entging dem Zuchthause und der Körperstrafe und wurde nach einem Jahr nach T-k geschickt, um dort in einem Krankenhause untergebracht zu werden. Gleich nach ihm ging auf mich ein Kranker aus der Korrektionskompagnie zu und begann, mir zu versichern, daß er viele von den früher verbannten Adligen gekannt habe, die er mit Vor- und Vatersnamen nannte. Bisher hatte er schweigend und schwer atmend dagelegen, mich mit ernster Miene gemustert und das Benehmen Tschekunows mit Entrüstung verfolgt. Als er bei mir ein Paket mit Tee und Zucker bemerkte, bot er mir gleich seine Dienste an: er wollte mir eine Teekanne holen und den Tee aufbrühen. Er verschaffte irgendeinen kleinen Kessel und sogar eine Tasse, knochte Wasser und brühte den Tee auf, diente mir mit einem Worte mit ungewöhnlichem Eifer, womit er einen der Kranken zu einigen giftigen Bemerkungen über mich verleitete. Er war ein kräftiger, stämmiger Bursche von etwa achtundzwanzig Jahren, ein großer Schwindler und Kenner der gesetzlichen Vorschriften, gar nicht dumm, außerordentlich ungeniert, seiner selbst sicher und von einem krankhaften Ehrgeiz; er hatte sich selbst ernsthaft eingeredet, daß er der ehrlichste und rechtschaffenste Mensch in der Welt und dabei völlig unschuldig sei, und behielt diese Überzeugung für immer. […]

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Im Städtchen angelangt, sah ich.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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daß niemand im Freien war, darum flog ich auch geradenwegs durch die Hauptstraße. Als ich unserem Hause nahte, zielte ich mit meinem Auge darauf hin, kein Licht da - alles dunkel - das betrübte mich sehr; ich weiß selbst nicht warum. Kleines Meer in atemberaubender Landschaft so ist das Wattenmeer ist ein schützenswertes Welterbe. Besonders der letztere war es, der durch seine bekannten Dichtungen ein liebliches Phantasiegemälde nach dem andern vor dem deutschen Lesepublikum erstehen ließ. Man sprach zu der Zeit von den Südseeinseln wie von einem wiedergefundenen Paradies. Ihre zum ersten Male geschaute Naturschönheit übte einen mächtigen Zauber auf die nordischen Besucher aus. Aber auch in der Beschreibung der Eingeborenen sparte man die Lobsprüche nicht. Das heitere, glückselige Leben jener Naturkinder wurde in Deutschland und England geradezu sprichwörtlich. Man ließ sich hierin auch nicht durch die Tatsache beirren, dass Cook auf seinen späteren Reisen schon heftige Zusammenstöße mit diesen vermeintlichen Paradiesbewohnern hatte; Enttäuschungen, die sich in der Folgezeit noch häuften. Die Südsee-Schwärmerei war nun einmal Mode geworden, und immer neue Forscher und Abenteurer zogen aus, die so schnell berühmt gewordenen Inseln zu besehen. Hinter ihnen kamen unternehmende Kaufleute in immer wachsender Zahl, dann Pflanzer; endlich in der Neuzeit auch die auf Kolonialerwerb ausgehenden Vertreter der Großmächte. Am 9 April wurde an die Stelle des am 16ten Januar gestorbenen Essenkehrers Sturm der Essenkehrermeister Leonhardt in Pflicht genommen. Im November wurde auf Anordnung der Regierung zu Merseburg ein herabgesetzter Pflaster Gleits Tarif in hiesiger Stadt eingeführt. Desgleichen wurde am 2ten Juli das Schützen Jubiläum des 50 Jahre gedienten Schützen Peter Heinze gefeiert. Auch wurde der Expedient Eduard Weidenhammer als Schulgeld Einnehmer angenommen. Zur besseren Beaufsichtigung und Hebung des Communal Schulwesens wurde auf Anordnung der K. Am 2 Juli wurde die neue Knaben Schule feierlich eingeweihet. Der Verein zählt bei seinem Entstehen 70 Mitglieder, und sein erstes Wirken zu Ostern 1827 war die Bekleidung von zwei armen Mädchen, und die Niederlegung eines Kapitals von 50 Thalern. Im M September wurde der Chirurg Hoppe an die Stelle des verstorbenen Zimmermann als Stadt und Hospital Wundarzt angestellt. Hochlöbl. Die beiden Lehrer welche in solcher Wohnung erhielten der Rector Ahner oben, der Cantor Golz unten waren schon mehrere Tage vorher eingezogen. […]

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