databeacon

Internet-Magazin

Barmherzigkeit

Mutter der Barmherzigkeit, Retterin aus Todesnöten, halte deinen Fuß bereit, schützend vor mich hinzutreten, die gebenedeite Hand, die den Herrn der Welt durft' pflegen, auch […] Mehr lesen

Mehr lesen

Bauernregeln und das

Im Jahr 2017 sagte der Wettermann, ein Professor für alles mögliche, dem Publikum allerdings, dass trotz dieses Rückschlags die Fertigstellung dieser Leistung nicht schwieriger […] Mehr lesen

Mehr lesen

100 Jahre Tadeus Pu

alias Struppi, Frau Elster, Flax und Krümel, Heinz Fülfe. Bekannt aus Funk und Fernsehen ist Heinz Fülfe als Sprecher von Herrn Fuchs, Frau Elster, Flax und Krümel, Struppi […] Mehr lesen

Mehr lesen
Panorama Shop Speicherplatz Panorama Speicherplatz Cloud Hosting Daten Bruecke Panorama Server-Hosting Europa USA Asien

Internet-Magazin für Tourismus, Service, Handwerk, Handel, Industrie...

Goldig zarter Horizont am Feldrand mit vergilbtem Kartoffelkraut und Träumen
Eine Geschichte in vier Kapiteln

Der Geschmack des Lichts berührt die Seele sanft.

Meine Stiefel knirschten im trockenen Erdreich, jeder Schritt ein kleines Erdbeben für die umliegenden Grashalme. Der abendliche Himmel hing schwer über mir, ein schwelendes Feuer aus Orange und Rosa, das die abgeernteten Felder in warmes Licht tauchte. Die Luft roch nach verbranntem Lavendel und feuchter Erde – ein Duft, der sich an meine Kleidung heftete wie eine zweite Haut. Ich blieb stehen, ließ die Sonne auf meiner Zunge zergehen. Nicht Honig, nein, es war Honig, dick und golden, ein Geschmack von Sommer und Vergänglichkeit. Meine Hand griff ins Leere, als wollte sie das Licht einfangen, aber es rann mir nur zwischen den Fingern hindurch. Irgendwo zirpte eine Grille ihr einsames Lied, während der Wind meine Haare zu unsichtbaren Fäden zerzauste. Dann, unvermittelt, Stille. Nur das Knacken der Erde unter meinen Füßen und das ferne Rascheln eines Igels, der sich durch das trockene Laub schob. Ich bückte mich, berührte den Boden. Kalt und rau, durchsetzt mit kleinen Steinchen und den Überresten vergangener Ernten. Hier lag etwas, das ich nicht benennen konnte – etwas zwischen Verlust und Neubeginn.

Der Wind der flüstert trägt geheime Botschaften.

Der Wind war ein Lügner. Erst kam er sanft, streichelte meine Wangen mit Jasmin und wildem Thymian, dann packte er mich plötzlich an den Schultern und schüttelte mich. Die Gräser bogen sich nicht mehr harmonisch, sondern stachen wie Nadeln in die Luft. Zwischen ihren Halmen entdeckte ich etwas: ein Schmetterlingsflügel, zerrissen und durchsichtig wie altes Pergament. Ich hob ihn auf. Meine Finger zitterten, als ich über die feinen Adern strich, die noch immer ein Muster bildeten, ein letztes Zeugnis von etwas, das nicht mehr war. Dieser Flügel war ein Brief, geschrieben in einer Sprache, die ich nicht verstand. Dann hörte ich es: ein leises Summen, kaum wahrnehmbar. Eine Biene? Ein Käfer? Nein, es kam von weiter weg, von den Bäumen am Feldrand. Der Wind trug es zu mir, eine Botschaft, die ich nicht entschlüsseln konnte.

Die Wolken die trügen verbergen das alte Gold.

Das Gold des Himmels verblasste, verschluckt von gierigen Wolken, die wie Raubtiere über den Horizont krochen. Die Luft wurde schwer, erfüllt mit dem Geruch von Eisen und nahendem Regen. Ich spürte, wie meine Haut sich zusammenzieht, als die erste Kälte durch mein Hemd kroch. Mein Handy vibratierte. Lars. Wann kommst du? Die Nachricht blinkte auf dem Display, ein Störfaktor in dieser Welt aus Farben und Wind. Ich steckte das Gerät weg, ohne zu antworten. Stattdessen öffnete ich meine Hand und ließ den Schmetterlingsflügel in die Luft steigen. Der Wind nahm ihn mit, trug ihn davon, Richtung Horizont, wo das Licht jetzt nur noch ein blasser Streifen war. Irgendwo in der Ferne rollte ein Donner. Ich zählte die Sekunden bis zum Blitz. Eins, zwei, drei – dann das grelle Aufleuchten, das die Landschaft für einen Moment in gespenstisches Weiß tauchte.

Das Ende das keins ist offenbart neue Spuren.

Der Regen kam ohne Warnung. Eiskalte Tropfen prasselten auf mich nieder, spülten den Staub von meiner Haut und den Honiggeschmack aus meinem Mund. Ich blinzelte, versuchte, die Welt durch den Wasservorhang zu erkennen. Die Pfützen auf dem Feldweg spiegelten den Himmel – nicht mehr goldig zart, sondern grau und unruhig. Ich ging langsam zurück, Schritt für Schritt, während das Wasser mir in den Nacken lief. Doch etwas blieb: ein Brennen in meiner Brust, als hätte ich Glut verschluckt. Vielleicht würde ich morgen wiederkommen. Vielleicht würde Lars mich begleiten. Vielleicht fänden wir den Rest des Schmetterlings, oder etwas anderes, das der Wind für uns aufgehoben hatte. Die Straße war jetzt ein Fluss aus Schlamm und reflektiertem Licht. Ich lächelte. Natur war kein Postkartenmotiv. Sie war laut, schmutzig und manchmal brutal. Aber sie hinterließ Spuren – in der Erde, in der Luft und in mir.

Der Epilog bewahrt die Stille eines Flügels.

Manchmal, wenn der Abend besonders still ist, hole ich den Schmetterlingsflügel hervor. Er liegt in einer kleinen Schachtel auf meinem Schreibtisch, zwischen alten Fotos und verstaubten Kugelschreibern. Ich berühre ihn nicht. Ich starre ihn nur an und erinnere mich an das Feld, den Wind, das Licht. Und manchmal, ganz leise, flüstert er zurück.


Mit stillem Dank und einem Sack voller Feldgeschichten aus der Uckermark,
Ihr Philosoph der goldenen Stunden und Sammler vergänglicher Momente.

uwR5


*Der geneigte Leser verzeihe mir, dass ich nicht jedes Dorf beim Namen nenne, jeden Feldweg vermesse oder jeden Himmelsstreifen kartografiere. Die Landschaft, von der ich erzähle, ist nicht in Google Maps zu finden, sie existiert zwischen den Zeilen, im flüchtigen Atem des Windes und alten Tagebüchern mit vergilbtem Rand. Orte verändern sich, Straßen verschwinden, und selbst die beste Rechtschreibreform kann nicht verhindern, dass Erinnerungen sich verselbstständigen. Also, nehmen Sie diese Geschichte als das, was sie ist, ein Fragment, ein Fundstück, ein Schmetterlingsflügel im Archiv der Zeit.

Quellenangaben:
Inspiriert von einem vergessenen Tagebuchblatt und dem Wind der die Geheimnisse preisgibt.
NABU: Schmetterlinge und ihre Bedeutung für das Ökosystem
Tourismus Uckermark: Natur und Landschaft
BUND: Landwirtschaft und Artenvielfalt
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

Träumen ohne Ende wandeln ohne Wende schöne Sternen Graditz 00538

uwR5

weiterlesen =>

Informationen aus dem Internet

"Im Schutze Gottes, sagte e

wir stehen in seiner Hand; er allein kann uns retten. Bereiten wir uns auf jegliches Ereigniß vor, selbst auf einen Brand. Unser Fall kann nur langsam von Statten gehen. Der Ballon mehr lesen >>>

Rückkehr, die Wolken und

Wer steht hier draußen? – Macht auf geschwind! Schon funkelt das Feld wie geschliffen, Es ist der lustige Morgenwind, Der kommt durch den Wald gepfiffen. Ein Wandervöglein, mehr lesen >>>

Fräulein Mary Jane, wissen

Minute Zeit besinnen lassen Stadt Sie irgend einen Platz etwas außerhalb der Stadt, wo Sie hingehen und drei bis vier Tage zubringen könnten? Ich hatte zuviel mehr lesen >>>

Reise nach Ostpreu

Das Rheinsberger Schloß schmückt und erweitert sich mehr und mehr, der Tag der Übersiedelung jedoch ist noch fern und die bescheidenen Ruppiner Räume mehr lesen >>>

Sachsen-Zeitz

1662 brachte er durch Kauf Amt und Stadt Pegau an sich und verlegte 1663 seine Residenz von Naumburg nach Zeitz, wo er die Moritzburg baute. Da er mehr lesen >>>

Stahlknopf irgendwo - sein

Es war ein Stahlknopf irgendwo, der ohne Grund sein Knopfloch floh. Vulgär gesprochen: Es stand offen. Ihm saß ein Fräulein mehr lesen >>>

Morgen, Licht, Nacht und

Nun weiß ich, wenn der letzte Morgen seyn wird - wenn das Licht nicht mehr die Nacht und die Liebe scheucht - wenn der mehr lesen >>>

Phaëton fliegt davon,

Auf, schrie er, auf, du mußt nun fort! Dort wartet schon mein Wagen, ich habe ohnehin ein Wort dir Spötter noch zu mehr lesen >>>

Jenes Mitgefühl rote Rose

Die azuren Veilchen der Äugelein, Die roten Rosen der Wängelein, Die bleichen Lilien welcher Händchen mehr lesen >>>

Er bestimmte die Höhe des

Die Inseln, von denen der See durchwebt ist, bemerkte der Doctor Fergusson, sind eigentlich mehr lesen >>>

Gesegnete Dankbarkeit des

In den sanften Hügeln eines abgelegenen Königreichs ruht eine Gemeinschaft im mehr lesen >>>

Der Jammer

Ich möcht in den tiefsten Wald wohl hinein, Recht aus der Brust den Jammer mehr lesen >>>

Ich mag mir den Kopf

wie ich will, so kann ich mich nicht besinnen, wann ich's gethan mehr lesen >>>

Baucapital der Werra

Die Werrabahnangelegenheit wurde endlich ihrer mehr lesen >>>

Nachtigall, Blumen, mein

Und wüßten's die Blumen, die kleinen, Wie mehr lesen >>>

Feuerflammenkranz im

Gegrüsst, ihr leisen Boten aus mehr lesen >>>

Ich machte Selek auf dasselbe

Emir, das ist kein Stern, mehr lesen >>>

Ei nun, mein Junge

meinte der mehr lesen >>>

Himmel Sonne Traum Lenz

Ein mehr lesen >>>


Nutze die Zeit für Informationen aus dem Internet.

Wolkenränder grau und der Bei Meterhohen Wellen hatte sich ein Teil der vorderen Reling gelöst und eine Frontscheibe durchschlagen. Spätestens als der Katamaran sofort nach Verlassen des Helgoländer Hafens in schwere See geriet, hätte sich der Kapitän des Risikos bewußt sein müssen. Dies habe laut […]
Mißstimmung unter Der am 2, December 1814 eröffnete vierte Landtag machte u.a. Verwilligungen zur Aufbesserung der gering besoldeten Schuklehrerstellen, zur Hebung der Landwirthschaft durch Aussetzen von Prämien und Unterstützung neuer Versuche, zur Errichtung eines Landesirrenhauses (zu Roda) und zur […]
Jedes Wetter Ungeachtet des wüthenden Orkanes und des heulenden Unwetters lag Harbert in ungestörtem, tiefem Schlafe, der endlich auch Pencroff, bei seiner an jedes Wetter gewöhnten Seemannsnatur, übermannte. Nur Gedeon Spilett hielt die Unruhe wach, da er sich Vorwürfe darüber machte, Nab […]

Informatik, systematische Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Kronprinz Friedrich in Ruppin

Kronprinz

Am 26. Februar war Kronprinz Friedrich von Küstrin in Berlin wieder eingetroffen, und zwölf Tage später (am 10. März) erfolgte seine Verlobung. Aller Zwiespalt schien vergessen. Obristlieutenant Fritz, über dessen Haupte vor nicht allzu langer Zeit das Schwert geschwebt […]

Informatik, systematische Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Vorfrühling

Vorfrühling

Sieh da: Die Weide schon im Silberpelz, Die Birken glänzen, ob auch ohne Laub, In einem Lichte, das wie Frühling ist. Der blaue Himmel zeigt türkisenblau Ganz schmale Streifen, und ich weiß, das ist Des jungen Jahres erster Farbenklang, Die ferne Flöte der Beruhigung: Die […]

Informatik, systematische Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Die wahre Tugend

Die wahre T

Es lebt einmal in niedrer Hütte Ein Klausner im Ardennerwald, Von dessen Ruhm und strenger Sitte Ringsum das ganze Land erschallt'. Pest-Not-Tag-Nacht-Brot Pest und Not Er betete bei Nacht und Tage, Sein Mahl bestand aus schlechtem Brot, Er rettete, so geht die Sage, Gar oft […]