Gesicht und Augen

O Sonne, brich mit deiner Glut
Auch in den andern Wald,
Wirf deine Strahlen in Gesicht und Augen
Verhärmter Menschen,
Entzückend und erlösend!
Bald, o Sonne, bald!

Quelle:
Einsiedler und Genosse von Bruno Wille
Berlin 1894
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

weiterlesen =>

Data News

Schlafengehen, es ist Zeit, die alte Uhr hebt an zu schlagen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Die Kinder schlummern in den Kissen, weich, weichen Atems, nebenan, ein Traum vom heutigen Tag, und wissen nicht, was mit diesem Tag verrann. Wir aber fühlten jede Stunde, die uns mit leisem Flügel streift, und wissen, daß im Dämmergrunde der Zeit uns schon die letzte reift. Wir sitzen enggeschmiegt im Dunkeln. So träumt sichs gut. Und keines spricht. Durchs Fenster fällt ein Sternenfunkeln, vom Ofen her ein Streifchen Licht. Hunderttausend Milliarden Gedichte - Kurze Gedichte oder lange Gedichte? Lustige Gedichte oder traurige Gedichte? Wie wollen Sie jemandem eine Freude machen? Mit einem Gedicht kann man sich schließlich auf eine ernste Art oder witzige Weise bei einem Menschen bedanken oder ihm alles Gute wünschen. In denselben Monate wurden die Überbleibsel der der Commune gehörigen alten Ziegelscheune meistbietend verkauft, da es nicht rathsam schien, die Ziegelbrennerei wieder einzurichten. Das Fest ist zwey Tage mit Früh- und Nachmittags Gottesdienst feierlich begangen worden. Im M November verunglückte der Sohn des hiesigen Bürgers und Beutlermeisters Schneider im Stadtgraben, und wurde erst nach 12 Tagen wieder aufgefunden. d. Am 26 Septbr wurden die Zwingergärten außerhalb der Stadtmauern im öffentlichen Meistgebote für 366 Thaler verkauft. 31 October Am Reformations Jubelfeste wurden Altar und Kanzel in der hiesigen Stadtkirche mit einer neuen Bekleidung von grünem Sammet und goldenen Franzen, wozu der Kosten Aufwand durch freiwillige Beiträge aufgebracht worden war, beschenkt. Vier Leben für das Lächeln der Ziegenmutter. Daneben befand sich eingefallenes Ziegelgemäuer, ferner entdeckte man die Grundmauern von alten Feuerherden und Oefen, auch eine ansehnliche Halde von Schlacken und gerösteten Erzen, weshalb man annahm, und das wohl auch mit Recht, daß im Tannengrunde eine sogenannte Vitriolhütte gestanden habe. Im Tannengrunde entstand nun ein Bad. Der Tourist, welcher durch den romantischen Tannengrund wandert, denkt wohl kaum daran, daß hier einstmals an den Talwänden lebhafter Bergbau getrieben worden ist. Seit jener Zeit sind die alten Bergwerke daselbst wieder in Vergessenheit geraten. […]

Read more…

Abgrund der Liebe.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Du nie versiegendes tiefes Meer, du Abgrund der Liebe, ich lasse dich nicht, - meine Stirn so heiß und mein Auge schwer, du gibst mir Kühlung, du gibst mir Licht! Ob, was ich baute, in Trümmer bricht, wonach ich faßte, wie Schaum zerstiebt: der sich mein Wesen zu eigen gibt, du meine Seele, ich lasse dich nicht! So gelingt die wahre Liebe mit Herz und Seele. Dies wird durch die verklärende Auffassung, in den Myrthen sei das Motiv gegenseitiger Liebesbeteuerung und die Schilderung der Seelenlage der Geliebten vorherrschend, nahe gelegt. Der Commandierende versprach goldene Berge, wenn man ihn mit seiner Mannschaft in die Burg einlassen wollte und drohte im widrigen Falle, keiner Seele Verschonung zu geben. Nichts war jammernswerter, als der Anblick so vieler Leichen u. der Verlust an Eltern, Ehegatten u. allernächsten Freunden. Unzählige Thränen flossen aus den Augen aller, u. wer noch des andern Tages sich auf den Gassen umsehen wollte, konnte mit unbedeckten Füßen auf dem erhitzten Pflaster nicht fortkommen. Schlüssel des Seelenbinders reduziert! Daher gab der Tod sein letztes Geheimnis denn auch erst preis, als die Gewöhnung an die Pariser Genüsse, die Erfolge und die befriedigte Eitelkeit ihm den so schwachen Dichter mit Leib und Seele zum Sklaven gemacht hatten. Magier mit klinge des Seelenschlitzers, beide Namen wurden von den Anhängern der guten alten Zeit in einem Athem genannt, wenn es galt, die Volksverführer der Gegenwart aufzuzählen: von deren Einflusse es abhänge, dass die alte marathonische vierschrötige Tüchtigkeit an Leib und Seele immer mehr einer zweifelhaften Aufklärung, bei fortschreitender Verkümmerung der leiblichen und seelischen Kräfte, zum Opfer falle. Das Ich ergötzt sich ein weiteres Mal an der freiheitlichen Szenerie. Die durch den Abgang des Organisten nach Hamburg erledigte Organisten und Lehrer Stelle wurde dem Schullehrer aus Düren übertragen. September wurde derselbe feierlich eingewiesen. […]

Read more…

Des Klosters harter Zwang.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Tritt ein, setz' Dich zum Feuer, Gesell, tritt immer ein; das Feuer wärmt die Hand Dir, das Herz erwärmt der Wein. Dann sprich, von wo Du herkommst zu solch unholder Zeit? Ich bin, vermags ich irgend, zur Hülfe Dir bereit! Euch segnen, Herr die Götter, die hohen, allzumal! So reicht die Hand ein Retter mir nach so bittrer Qual! Ich will Euch treu berichten von mir mit wahrem Mund, sind trüb' auch die Geschichten, und brennen's Herz mir wund! In diesem Noviziate beim Kolleg beginnen auch die Priester nach vollendeten Studien das dritte Probejahr. Der Prokurator der Provinz bewohnt mit seinen Gehilfen ein eigenes Haus. Die Bibliothek des Kollegs ist klein, aber gewählt; die Kirche macht einen prächtigen Eindruck. An hohen Festtagen strahlt Silberglanz von den mit karmesinrotem Damaste behangenen Wänden; unzählige Lichter vervielfältigen sich in kristallenen Hängeleuchtern. Der Altar ist mit Spiegeln und Kristall belegt; ein Antependium besteht aus geschlagenem Silber, ein anderes ist aus Spiegeln und Kristall zusammengesetzt und mit silbernen und vergoldeten Gewinden geziert. Der Tabernakel, zwei und eine halbe Elle hoch, wurde in Italien verfertigt und weist verschiedenfarbigen Kristall auf. Die kirchlichen Gewänder für das Hochamt, auf silbernem Grunde mit Gold gestickt, schätzt man auf viertausend Taler. Diese Kirche gewinnt noch immer mehr an Schmuck; denn jeder Prokurator, der nach Rom reist und eine Mission nach Amerika abholt, will auch für dieses Gotteshaus etwas ausgezeichnet Schönes mitbringen. […]

Read more…