Strebensmüde

Nachts in stummer Kammer lag ich
Strebensmüd' und lebensbang;
Sorgen, irr wie Fledermäuse,
Huschten das Gebälk entlang.

Geisterhaft ein ernstes Weib
Mir zum Trost am Lager wachte,
Starrte in die Kerzenflamme;
Und da las ich, was sie dachte:

"Weine, bis du mit verweinten
Augen endlich klar erschaust,
Daß die holde Welt ein Trugbild,
Dem du niemals straflos traust. -

Füllst du stattlich Schrein und Truhe,
Bleibt die Seele dennoch leer;
Trinkst du von dem Trank der Ehre,
Wird dich dürsten mehr und mehr.

Und nun Becher, Spiele, Tänze,
Festgepränge durch den Saal ...
Mitten in dem Rausch der Freude
Fühltest du geheime Qual.

Voller Liebe und Vertrauen
Drücktest du so manche Hand;
Als du in das Herz gesehen,
Hast du trübe dich gewandt.

Einem argen Rosenstrauche
Gleicht das Leben, dornbewehrt;
Hält die wunde Hand die Rose,
Hat ein Wurm den Kelch versehrt.

Darum laß die Rosen gleißen,
Geh vorbei und blicke kalt!
Ueber solche, die entsagen,
Hat das Leiden nicht Gewalt."

Quelle:
Strebensmüde - Einsiedler und Genosse von Bruno Wille
Berlin 1894

Landtagswahlen nach dem bisherigen Wahlgesetz.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Die Kammern in ihrer demokratischen Mehrheit begannen ihre Verhandlungen mit Anträgen wegen Aufhebung des Belagerungszustandes und Ertheilung einer Amnestie für die minder gravirten Theilnehmer am Aufstande, erhielten aber von dem Ministerium keine Zusage. Im Verlaufe zeigten sie sich der Regierung etwas willfähriger, aber in der Deutschen Frage kam es zum Bruch mit beiden. Zunächst sprach sich die Kammer am 7. März 1850 für schleunige Erledigung der deutschen Verfassungsfrage im Geiste der Begründung eines Bundesstaates mit parlamentarischer Regierung und einer aus Volkswahlen hervorgegangenen Volksvertretung aus, beschloß die Regierung zu sofortiger Wiederbeschickung des Verwaltungsrathes zu veranlassen und wahrte sich endlich ihr Recht der Zustimmung zu jeder Feststellung einer deutschen Verfassung, woran die Regierung sich betheiligen würde (diese Verwahrung aber bezog sich auf die von Seiten des Ministeriums gegebenen Andeutungen über anderweit getroffene Vereinbarungen in der Deutschen Frage). Im März 1788 kehrte er nach Münster zurück und wurde geistlicher Berater der Fürstin Gallitzin. Als er bereits wieder zur Heimreise nach Königsberg aufbrechen wollte, starb er hier am 21. Juni 1788. Hamann wurde im Garten der Fürstin begraben. Sein Grab liegt heute auf dem historischen Überwasser-Friedhof in Münster. xx […]

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Man darf nicht etwa glauben, .

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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daß sein Knallgasgebläse während der Haltezeiten gänzlich in Inactivität setzen konnte. Das Gleichgewicht des Ballons war nach dem Meeresspiegel berechnet worden; wenn nun aber das Land stieg und eine Höhe von sechs- bis siebenhundert Fuß erreichte, so würde der Ballon ein Streben entwickelt haben, sogar noch unter das Niveau des festen Landes herabzusteigen; man mußte ihm demgemäß mit einer gewissen Ausdehnung des Gases zu Hilfe kommen. Nur in dem Falle, daß der Doctor bei vollständiger Windstille die Gondel hätte auf der Erde ruhen lassen, würde sich das Luftschiff, alsdann um ein beträchtliches Gewicht entlastet, ohne Hilfe des Knallgasgebläses in der Luft gehalten haben. Indem diese Hebungen und Senkungen der verschiedenen Erdtheile im Laufe von Jahrmillionen vielfach mit einander wechseln, kommt bald dieser, bald jener Theil der Erdoberfläche über und unter den Spiegel des Meeres, und es bilden sich durch anorganische und organische Ablagerungen verschieden dicke Gesteinsschichten von der verschiedenartigsten Zusammensetzung, mit Resten von pflanzlichen und thierischen Organismen. Auch Pflanzen und Thiere sind immerfort mit thätig, um den Meeresboden zu erhöhen; in den oberen Meereszonen sind es besonders die Nulliporen, Muscheln und Korallen, in der Abgrundzone die mikroskopisch kleinen Diatomaceen, Polythalamien und Zellenthierchen, welche zu Myriaden vorhanden sind und die Fällung der Kiesel- und Kalkerde vermitteln. xx […]

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Wolkenfetzen in dem Sturm.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Dämmrige Dunkelheit schäft mittels dieser Ortschaft. Es wird mild, knapp heiß, Beginn Dezember. Mächtiges Brausen beginnt ebenso wie liefert eine Winterzeit von einen Felsen. Wie ein besonderer Chor grollt er über die Wohngebäude. Die Bäume biegen und dehnen sich und erhaschen unter seinem Schütteln, alte Äste brechen zu Boden, welches modrig, zu minderwertig sowie schwach ist, zerknickt wie dürres Röhricht. In der Abgrund des Himmels zucken die verlöschenden Sterne unter gerissenen Wolken, die wie Flaum davon geweht werden. Die Gesamtheit was absolut nicht niet- sowie nagelfest ist räumt er auf. Der Mond war hiervon entleert sowie verkriecht sich hinter zusammen gewehten Wolkenteilen. Er hatte bisherig nichts gefrühstückt wie ein paar Schneeflocken, die ihm ins Maul geflogen, und er sah noch geringer ab, wo das kärgste Mittagbrot herwachsen muss. Das Fechten fiel ihm äußerst schwer, ja schien ihm durchweg unmöglich, weil er über dessen dunklen Sonntagskleide, das sein einziges war, den großen weiten dunkelgrauen Radmantel trug, mit dunklem Sammet ausgeschlagen, der dessen Besitzer ein hervorragendes sowie romantisches Erscheinungsbild verlieh, zumal dessen lange Zeit schwarze Haupthaare wie Schnurrbärtchen sorgfältig gehalten wurden ebenso wie er sich blasser, aber regelmäßiger Gesichtsform erfreute. Wie auch die eher kleine Gerda ging ganz ohne Zweifel wie neuen Mutes voran. Schneeflocken wie schneeweiße Mücken Verkehren in Gruppieren quer im Orkan. Die Schneiderin trug in der Tasche nichts als den Fingerhut, den er, in Abwesenheit irgendeiner Münze, tag für Tag unter einen Händen drehte, wenn er der Kälte wegen die Hände in deine Hose drückte, wie auch die Finger schmerzten ihm ordentlich von diesem Wenden wie Reiben. Denn er zur Verfügung stellte wegen des Fallimentes irgendeines Seldwyler Schneidermeisters den Arbeitslohn mit der Profession gleichzeitig verlieren wie umsiedeln sollen. Fein, ich liebte einen Tau, seit ich zu denken vermochten. An einem unfreundlichen Novembertage wanderte ein armes Schneiderlein auf der Autobahn nach Goldach, der kleinen Gegend, die nur wenige Std. von Elbflorenz fern ist. […]

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Man begreift leicht den Schmerz Nab.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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und der klebrigen, welche sich dem unerschrockenen Cyrus Smith so innig angeschlossen hatten, jetzt, da es unmöglich schien, ihm Hilfe zu bringen. Entweder hatte der Ingenieur sich jetzt schon allein gerettet und eine Zuflucht auf der Küste gefunden, oder er war für immer verloren!- Wenn er aber dort wäre! erwiderte Nab und zeigte nach dem Oceane, dessen furchtbarer Wellenschaum durch das Dunkel schimmerte.- Nun wohl, rufen wir ihn nochmals! xx […]

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Ansprache des Königs.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Eine Ansprache des Königs vom 6. März verhieß die Eröffnung des Landtags bis spätestens zu Anfang Mai, und bei dem fortwährenden Drängen auf Entlassung des ganzen Ministeriums wurde der Landtag bereits auf den 30. März einberufen. Indessen waren bedeutende Militärkräfte um Leipzig zusammengezogen und auch preußische Truppen in der Nähe von Leipzig an der Grenze aufgestellt worden. Der Vertrauensmann am Bundestage wurde im Sinne der Herstellung eines Bundesstaates auf volksthümlicher Grundlage mit einem von verantwortlichen Ministern umgebenen Oberhaupte, einem Parlament von zwei Häusern und einem Reichsgericht instruirt. Dem stockenden Verkehr wurde durch öffentliche Arbeiten, durch Vorschußleistung von 300,000 Thalern auf Waaren etc. aufzuhelfen gesucht und zugleich zur Unterstützung der erschöpften Staatskassen (schon wenige Monate nach der Revolution war ein Kassenbestand von 10 Mill. neben der laufenden und vorauserhobenen Steuer verbraucht worden) die Erhebung einer Einkommensteuer vorbereitet. xx […]

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