"Es zehrt

An aller Mark der Sünde fressend Feuer;
Ein jeder ist verschuldet jeder That,
Und jeder trägt auf seiner Seele ungeheuer,
Was jeder je an Schuld und Frevel that.
Ihr stoßt den Einen tief hinab in Nacht,
Den Andern hebet ihr empor zum Licht, -
Lehrt ihr die Blinden, was sie sehend macht?
Und trocknet ihr der Weinenden Gesicht?"

Quelle:
Einsiedler und Genosse von Bruno Wille
Berlin 1894
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

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Wolken ziehen weiter.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Find ich's wieder jetzt voll Bangen: Werd ich wunderbar gerührt, Denn so lang ist das vergangen, Was mich zu dem Lied verführt. Diese Wolken ziehen weiter, Alle Vögel sind erweckt, Und die Gegend glänzet heiter, Weit und fröhlich aufgedeckt. Alle erschrecken und sehen starr auf den Alten. Ich war vier Jahre, als die Großmutter nach Potsdam kam. Nun waren nur noch siebzehn Meile durch Provence übrig. Von dem Vater der Geliebten aber mußte er sich eine zweimalige Ablehnung gefallen lassen; erst als er zum drittenmal wieder kam und die Tränen Ilsens sich mit seinen Bitten vereinigten, während ihre Mutter alle Gründe der Liebe und der Vernunft zu seinen Gunsten zur Geltung brachte, hieß er ihn das mit aller Reserviertheit des Bezwungenen, nicht des Überzeugten als Schwiegersohn willkommen. Nun kam für Hanna und mich eine glückliche Periode. So gehorche denn, mein Kind! Mit einem Wort: wie steht's und wie geht's? Wie habt ihr denn euren Vertrag besiegelt? fragte sie. sprach wieder meine Mutter. Sie ist verloren und wir finden sie nicht wieder. Ein instinktives Verständnis für die weibliche Natur lehrte ihn, daß Mädchen, wie die schöne Ilse, durch die Bewunderung, die man ihnen abnötigt, am sichersten zu gewinnen sind. Von Lyon ging ich mit einer Schoyte nach Avignon. Man hat gegen diesen Kanon verstoßen, aber es gab ihn. Er nahm sie dem Gatten und schenkte sie dem Entführer. Nun waren nur noch siebzehn Meile durch Provence übrig. Um ihretwillen vertauschte er seine Studierstube mit dem Ballsaal; er entwickelte gesellige Talente, die bisher niemand in ihm vermutet hatte, er wurde das belebende Element aller großen und kleinen Feste. Denn man trifft daselbst mehrere Städte als Dörfer an. Ich gab niemals auf an dich zu denken und zu lieben. Darein mischte sich die Gräfin, und es entstand Streit. Ich sah sie an, aber sie neigte das Haupt. Der heiße Atem der Beter lebte noch im Zimmer. Was läufst du so, Schildknecht? ruft er ihm zu. Nur durch das Schilf spielt lindDer Abendwind Ave Maria! Auf dem Wege zwischen Königsberg und Pirgallen ritt er sein Pferd fast zu Schanden, das er sich endlich als Regimentsadjutant halten konnte, und auf den Schnitzeljagden stellte er durch seine Reiterkunst sämtliche Kürassierleutnants in den Schatten. Durch seine Seele geht Ein stumm Gebet Ave Maria! […]

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Raunen und Regen mit dem Schöpfer.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Durch die Nacht, so kirchenstill, geht ein Raunen und ein Regen, jedes kleinste Pflänzchen will Zwiesprach mit dem Schöpfer pflegen. Indem es als Regen niederfällt, die obersten Schichten der Erdrinde durchsickert und von den Erhöhungen in die Vertiefungen herabfließt, löst es verschiedene mineralische Bestandtheile des Bodens chemisch auf und spült mechanisch die locker zusammenhängenden Theilchen hinweg. Ebenso arbeitet die Brandung des Meeres ununterbrochen an der Zerstörung der Küsten und an der Auffüllung des Meeresbodens durch die herabgeschlemmten Trümmer. Würde dieser Thätigkeit des Wassers nicht durch vulcanische und plutonische Hebungs- und Senkungsprocesse entgegengetreten, so würde im Verlauf der Zeit die Erdoberfläche geebnet und von einer zusammenhängenden Wasserschale umschlossen sein. Aber die Reaction des feurigflüssigen Erdkerns gegen die feste Rinde bedingt ununterbrochen, meistens sehr langsam und allmählich, wechselnde Hebungen und Senkungen an den verschiedensten Stellen der Erdoberfläche. Indem diese Hebungen und Senkungen der verschiedenen Erdtheile im Laufe von Jahrmillionen vielfach mit einander wechseln, kommt bald dieser, bald jener Theil der Erdoberfläche über und unter den Spiegel des Meeres, und es bilden sich durch anorganische und organische Ablagerungen verschieden dicke Gesteinsschichten von der verschiedenartigsten Zusammensetzung, mit Resten von pflanzlichen und thierischen Organismen. Auch Pflanzen und Thiere sind immerfort mit thätig, um den Meeresboden zu erhöhen; in den oberen Meereszonen sind es besonders die Nulliporen, Muscheln und Korallen, in der Abgrundzone die mikroskopisch kleinen Diatomaceen, Polythalamien und Zellenthierchen, welche zu Myriaden vorhanden sind und die Fällung der Kiesel- und Kalkerde vermitteln. Zunächst berichtet ein Erzähler davon, wie er einst von einer Geschichte erfahren hat. Danach wird eine Rahmenerzählung konstruiert. In diesem Rahmen erzählt ein Reisender, wie er sich mit dem Pferd bei Sturm und Regen von einem Besuch bei Freunden auf den Heimweg macht. Bei dem Ritt auf dem Deich glaubt er die Geräusche eines weiteren Reiters zu hören, kann jedoch beim Zurückschauen niemanden entdecken. Plötzlich sieht er, wie ein Schatten an ihm vorbeizieht: Es ist der Schatten des Schimmelreiters, der sich mitsamt seinem Pferd in die Fluten der aufgebrachten Nordsee stürzt. Der Reisende sieht schließlich in der Ferne die Lichter einer Gastwirtschaft, kehrt dort ein und berichtet von seinem Erlebnis. […]

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Der Triumph der Liebe - Erster Gesang H.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Doch halt, o Muse, die auf leichtem Flügel Sich kühn ins Land der Phantasien schwang, Ergreif den tollen Pegasus beim Zügel, Beginne den melodischen Gesang! Die Sterne, sagen gewisse kühne Welterklärer, teilen sich so Bewegung und Licht mit. soll der zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilte Reformator Jan Hus 1415 ausgerufen haben, als er sah, wie eine übereifrige Frau weiteres Holz brachte. Da sie die Aufforderung unbeachtet ließen, sandte der Papst drei Äbte nach Metz, denen es gelang, der ketzerischen Schriften habhaft zu werden und sie zu verbrennen. O sancta simplicitas! Tegnér aber erschien diese Scenerie nur roh und hässlich, unbrauchbar für die Dichtkunst. Die Bewegung hatte hier im letzten Viertel des dreizehnten Jahrhunderts viel von der Inquisition zu leiden. Ich fand mich wieder im Himmel meiner früheren Träume und maß die Leiden meiner Jugend an dem unendlichen Glück, worin ich trieb. Alle edeln Gefühle waren erwacht und tönten in sanft verschwommener Musik. Die Statue Balder's ragt auf einem Fussgestell mit Frithiof's Ring am Arm empor, und der König mit seiner Krone auf dem Haupte ist am Altar beschäftigt. Und sogleich hieß es: Aufbruch nach Rom, in die Kaiserstadt! Dem Priester gleich, der mit einem Schritt in ein neues Leben eintritt, war ich geweiht und durch ein Gelübde verbunden. Einer der Inquisitoren, der Dominikaner Arnold, wurde im Jahre 1318 in Krems auf der Kanzel erschlagen. Dann hören wir ein Jahrhundert lang nichts mehr von den Waldensern, da die Kirche damit beschäftigt war, die Beguinen und Begharden auszurotten. In Steyr wurden 1397 etwa tausend Waldenser verhaftet, wovon hundert auf dem Scheiterhaufen umkamen. Ihre Mitglieder gehörten fast ausschließlich dem Bauern- und Handwerkerstande an. Er war der Spieler, der alles auf eine Karte gesetzt hatte. Um das Jahr 1390 wurden in Mainz mehrere Waldenser ins bischöfliche Gefängnis geworfen. Gleichzeitig entdeckte man Waldenser in Österreich, Böhmen, Mähren, Polen, Ungarn, Bayern, Schwaben, Steiermark, Sachsen und Pommern. Die standhaften Ketzer wurden verbrannt, die abschwörenden erhielten Kirchenstrafen und kamen mit dem Leben davon. […]

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