1. Versammlung

Wie ruhevoll ist eure Versammlung
Braunhalsige Kiefern mit dunkelbuschigem Haar!
Ihr schweiget, weil euch wohl ist
In träumerischem Frieden.

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Sturm mit drohendem Gebraus.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Draußen an der Mauer rüttelt Der Sturm mit drohendem Gebraus; An morschen Gliedern Zittert das Haus, - Wie ein zagender Greis. Ein Bangen kommt geschlichen Und flüstert in mein Ohr; Und zur Decke huscht Scheu mein Blick empor: Wenn die Decke birst, gefror'ne Tränen tropfen, die wie bäche sind, die Brücken sind vernebelt, die Herzen sind wie blumen und blüten sind wie tränen. Da verwandelt sich Verdandis Lachen in Weinen, sie schluchzt, und die Tränen fließen aus den alten, halb verhüllten Augen in den wild wuchernden Bart, verlieren sich im wüsten Gestrüpp, andere bleiben lange und rund und voll wie gläserne Tropfen in den Haaren hängen. Mir ist so weh, daß ich es kaum beschreiben mag. Unmittelbar darauf bricht ein Lachen aus Donars Brust. Es klingt nicht wie eine Antwort, es klingt wie ein Ruf. Mendel sitzt zurückgelehnt auf dem Sessel, schüttelt sich und lacht. Kein Wurm ihn benagte Und keine Krähe ihn hackte. Der heiße Atem der Beter lebte noch im Zimmer. Mendels langer Bart bewegt sich heftig, flattert beinahe wie eine weiße Fahne und scheint ebenfalls zu lachen. Sein Rücken ist so gebeugt, daß er die Lehne nicht ganz berühren kann. Alle erschrecken und sehen starr auf den Alten. Seht nur meine Hand wie sie schwarz geworden ist! Alle erschrecken, Slavko erhebt sich etwas schwerfällig aus den schwellenden Kissen und behindert durch den langen, weißen Kittel, geht um den ganzen Tisch, tritt zu Mendel, beugt sich zu ihm und nimmt mit beiden Händen Mendels beide Hände. Zwischen der Lehne und Mendels altem Nacken (weiße Härchen kräuseln sich über dem schäbigen Kragen des Rocks) ist ein weiter Abstand. Mit einem Wort: wie steht's und wie geht's? Nun kannst du ihr den Segen gebenFür die Nacht. Aus Mendels Brust dröhnt und kichert es abwechselnd. Ich sah sie an, aber sie neigte das Haupt. Kein Fest ist so anrührend für Eltern wie dieses. Durch seine Seele geht Ein stumm Gebet Ave Maria! Da stehen sie alle auf dem Perron und winken. […]

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Auf ewig Hohn.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Jehova! dir künd ich auf ewig Hohn – Ich bin der König von Babylon! Doch kaum das grause Wort verklang, Dem König ward's heimlich im Busen bang. Das gellende Lachen verstummte zumal; Es wurde leichenstill im Saal. Und wer war's, der meinen Schlaf in der nächtlichen Wildnis bewachte vor den wilden Tieren, den wilderen Menschen? Diese Wirklichkeit war seltsamer als jeder Traum. Wie kann man in der Wildnis überleben, die Himmelsrichtungen ohne Kompass bestimmen, Geheimtinte herstellen, Kleidung feuerfest machen oder essbare Wildpflanzen finden? Alle Kinder sind voller Forscherdrang und Abenteuerlust. Und wie bestimmt man das Alter eines Baumes, lässt per Trick eine Münze verschwinden, leistet Erste Hilfe oder macht echte Seemannsknoten? Doch viele leben das heute fast nur am Computer aus. Was sollte man wissen über so spannende Themen wie Erfinder, Entdecker, Piraten, Spinnen, das Weltall, Freiheitskämpfer, das Sonnensystem, Autos oder Dinosaurier? Aus ihrem Verhalten zog er heimlich Schlüsse, wie es um ihn stand. Manchen Abend und Morgen stieg sie da hinauf, wo sie den Prinzen verlassen hatte. Ein Problem? Ein Hauch törichter Raffsucht wehte durch all das, wie die Ausdünstung eines Kadavers. Er beginnt aber bald, auch edles Wild zu schießen. Das Wort Elfenbein zitterte in der Luft, wurde geflüstert, wurde geseufzt. Zum Beispiel: Wie baut man einen Papierflieger, eine Werkbank, eine Batterie, eine Seifenkiste, ein Baumhaus oder Pfeil und Bogen? Darf ich Euch als Dank für ein Nachtquartier vielleicht dabei behilflich sein? Der Jäger verfolgt ihn, stellt ihn und liefert ihn den Polizisten aus. Nicht, wenn man ein Buch hat, das randvoll mit aufregenden, spannenden, interessanten, abenteuerlichen Aktionen, Bauanleitungen, Infos und Spielideen gefüllt ist. Aber wie ward Mareili getäuscht, als es den Schaden nun sah! Aber Mutter, warum wurden wir värn und vorvärn nicht verhexet? Während dort aller Orten sich die Wildniss lichtet, die Wüste zu rückt ritt, erobert hier die Einöde von Jahrzehnt zu Jahrzehnt mehr von der Cultur zurück, frisst der Ruin wie eine Krankheit in die alten Städte und Landschaften hinein, ziehen sich Wüstenstreifen wie Runzeln über das Antlitz des Landes. Ihr seid gewiß ein Alchymist; das Gold dort im Kessel verrät es mir. […]

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Die Nacht.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Hinaus, o Mensch, weit in die Welt, Bangt dir das Herz in krankem Mut; Nichts ist so trüb in Nacht gestellt, Der Morgen leicht macht's wieder gut. Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Wanderlieder Gedichte 1841 www.zeno.org Der Lehrer bekommt vom Jäger ein Gewehr und darf auf Wolfsjagd gehen. Auch die Auswilderung von Amurtigern wird in Erwägung gezogen. Die Mutter konnte Mareili wohl das Reden wehren, aber nicht das Denken. rief sie aus und eilte nach der Gegend zu. Überall umgab er sich einen Tag lang mit Menschen, bekannten und unbekannten. Nie in meinem Leben habe ich etwas so Unwirkliches gesehen. Schon die Erde zeigt hier und dort eine wesentliche Verschiedenheit: im amerikanischen Westen fast überall grüne, jugendliche Wälder, Meilen auf Meilen blumiger Wiesen, volle Ströme, Berge, aus denen die Fülle des Erzes zu Tage quillt; im Osten des Mittelmeeres dagegen beinahe allenthalben baumlose Berge, gleich den dürren Rippen und Hüften des Alters, rasenlose Flächen, versiegende Gewässer, erschöpfte Bergwerke. Nur so erschien es mir möglich, meinen Anteil am werktätigen Leben weiter zu sichern. In Hast, wie in einem Fieberdelirium war Petersburg erbaut worden. Find' ich doch endlich meinesgleichen! Ein Lehrer kommt zu seinem neuen Arbeitsplatz, einem Dorf am Rande der Wildnis. Es fand endlich wieder Erdbeeren, fast hinten an der Welt. Pan setzte ungleich lange Schilfrohre zusammen und spielte auf ihnen. Die zweistöckige Holzblockhütte erinnert ein wenig an Peter Lustigs Bauwagen. Ralph Waldo Emerson schrieb einmal. Das Resultat war, daß durch lange Zeit fast alle freiheitliche Energie, die sich von diesem jungen Land der äußersten demokratischen Freiheit so angezogen fühlte, von der privaten Erwerbstätigkeit absorbiert wurde, der Erringung von Selbständigkeit (homestead) und Vermögen, was fast allen, die über das Gebiet der Lohnsklaverei in den östlichen Küstenstaaten hinausdringen konnten, durch schwere Arbeit, die ihre geistigen Interessen meist verstummen ließ, noch möglich war. Hierbei konnte sich ihre politische Energie in der lokalen Verwaltung betätigen, die von ihnen selbst gegründet wurde und der die territoriale und Bundesgewalt zwar nie wirkliche Freiheit, aber in älteren Zeiten stets den weitesten Spielraum ließ. […]

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Mond in zackiger Wolke.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Hu, wie glutig Der Mond in zackiger Wolke rollt! Gleich der Augenkugel blutig Von feuerschwangrem Drachen Mit aufgerissenem Rachen! Das Auge blinzelt, scheint zu brechen, Zwinkert dann mit tückischem Stechen, Rollt wieder auf und glotzt mich drohend an. Drache, nun erkenn' ich dich! Du bist der Fürst der verhaßten Welt, Die mich am Galgenstricke hält; Und während Kröten und Unken Heulten und schnurrten in Moor und Gaasen, Hat dein zorngeblähter Bauch Schwüler Träume giftigen Hauch Mir ins Fenster geblasen. Der Galgen auf dem Kohnstein. Auch in einem mir neuerdings erzählten noch ungedruckten Märchen geht ein Mädchen infolge einer Wette zur Nachtzeit unter einen Galgen, um einen Spahn davon abzuschneiden, und trifft unter demselben einen Schimmel mit einem Sack voll Geld, neben dem mehrere schlafende Räuber liegen. So werden denn auch in der vorliegenden Sage vom Kohnstein die Rosse unzweifelhaft Schimmel sein und auch die Mehrzahl der Rosse erscheint durch Vergleich mit jenen andern Sagen als Entstellung. Dadurch erklärt es sich zunächst, daß die Eigenthümer der Pferde nachher dem Weibe zur Strafe für den Pferdediebstahl die Frucht aus dem Leibe reißen: denn der Volksglauben am Harz setzt die Schimmelpferde mit der Niederkunft in Verbindung. Mann aus dem Erzgebirge baute Galgen. Diesen Hügel bezeichnet man als den Galgenberg. Hier oben sollen früher die zum Tode verurteilten Verbrecher aus dem Amtsgerichtsbezirke Stolpen hingerichtet worden sein. Oben liegt ein großer Granitblock, der eine muldenartige Aushöhlung zeigt. Nur wenig ragt er über die Erde empor. Diesen Stein nennt man den Götzenstein, und es wird behauptet, daß hier zur Heidenzeit eine Opferstätte gewesen sei. Die an diesem Stein wahrzunehmende Vertiefung bezeichnet man als die Blutwanne, in der das Blut der Opfertiere oder Menschen aufgefangen worden sein soll. Vielleicht ist der Götzenstein ein eratischer Block, da er mit den Felsen des Hügels nicht verwachsen ist. […]

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