Wolkengebirge

Dämmrung stürzt lawinengleich
Von Wolkengebirgen;
Aus Wolkenklüften haucht der Frost
Schneidend über frierende Gräser.
Krächzend und flügelklatschend
Hastet die Krähe hinweg;
Rotkehlchen ist fort, wie sturmverweht;
Die verwaiste Birke erschauert,
An den Wimpern erfrorene Thränen ...
Die Sonne ist tot! - - -

In Finsternis versunken liegt die ferne Stadt.
Auf erfrorener Wiese
Träumt ein Frühgeborener
Von einer Stadt des Lichtes.

Quelle:
Einsiedler und Genosse von Bruno Wille
Berlin 1894
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

Niedersinken des Ballons.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Es war eine schreckliche Lage, in der sich die Unglücklichen befanden. Nicht mehr Herren ihres Luftschiffes, stand ihnen auch kein wirksames Hilfsmittel zu Gebote. Die Hülle des Ballons schwoll mehr und mehr ab; das Gas entwich durch dieselbe. Sichtbar beschleunigte sich der Fall, und kaum sechshundert Fuß trennten die Gondel noch vom Oceane. Das Entweichen der Füllung, die durch einen Riß des Aerostaten ausströmte, war aber nicht zu hindern. Bei der ersten Probefahrt kam L 57 in einen Gewittersturm, landete noch glatt vor der Halle bei Jüterbog, konnte aber von den Mannschaften nicht mehr gehalten werden. Am 3. November 1917 war L 59 fertiggestellt, mit Fracht beladen und wurde nach dem Luftschiffhafen Jamboli in Bulgarien überführt. Dabei ging aber das Schiff in Flammen auf und verbrannte mitsamt der Ladung. Man versuchte, durch Schießen in die Zellen das Gas entweichen zu lassen, um ein Hochreißen des Schiffes zu verhindern. L 57 wurde so leicht wie irgend möglich ausgerüstet, völlig entwaffnet und schließlich mit einer außerordentlich sorgfältig ausgewählten, wertvollen Ladung befrachtet. Dadurch wurde das Schiff von 196,5 m auf 226,5 m verlängert, der Gasraum von 55.000 auf 68.500 m³ vergrößert und somit ein Nutzlastgewinn von 40.000 auf 52.100 kg erzielt. Die Transportnutzlast betrug 15.000 kg. Zwei Stunden später gab das Marineamt der Zeppelinwerft in Stocken bei Berlin Anweisung, den kurz vor der Fertigstellung befindlichen L 59 in gleicher Weise wie L 57 umzubauen. Der Ballon (denn zweifelsohne war es einer) hatte sich jetzt bis auf etwa hundert Fuß zur Erde herabgelassen und gestattete der Menge drunten, seinen Insassen näher zu betrachten. Seine Nase bog sich unendlich lang vor und glänzte entzündet; die Augen erschienen voll, strahlend und scharf. Seine Weste bestand aus strahlend gelbem Stoff; eine weiße Taffetmütze saß munter seitwärts auf dem Kopf, und zur Vervollständigung der Ausstattung umhüllte ein blutrotes seidenes Tuch den Hals und fiel zierlich in einer phantastischen Schleife von übertriebenem Umfang auf die Brust herab. Seine Gnaden solle sich nicht durch den trügerischen Schein täuschen lassen. Hierax winkte aber nur mit der Hand ab, aß, trank und plauderte und ließ nur hie und da eine Bemerkung fallen, als ob die vortreffliche Einrichtung von mächtigen Feinden bedroht wäre. […]

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Frühling am Meer.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Nun braust vom Felsen zum Meeresstrand auf Wolkenschwingen der Sturm durchs Land; am Dünenhange zerschmilzt der Schnee: in Frühlingsjubel erbraust die See! Und sproßt kein Blättchen aus Sand und Stein, und lacht kein Veilchen im Sonnenschein, Schaumkämme blitzen wie Blütenschnee: in Jubelhymnen erbraust die See! Wie Gottes Odem die Luft so rein! Ich sauge den Frühling ins Herz hinein: da fließt vom Auge zertauter Schnee; in Sturmakkorden erbraust die See! Zu meinen Häupten die Möwe zieht, weit über die Wasser erschallt mein Lied: Verweht vom Sturme des Winters Weh in Frühlingsjubeln erbraust die See! Sonnenschein - was ist das? Noch normaler ist nur der Sonnenschein zwischen den einzelnen Güssen. Rudolf Lenz war auch 1955 ihr Partner in Die Sennerin von St. Oft kam ein Bienlein mit Gebrummund nascht und säuselt da herum. Einige jüngere Familienglieder der Farm, die der Pferdeversorgung wegen geweckt waren, verfolgten stumm in äußerst mangelhafter Toilette, mit großem Interesse all unsere Unternehmungen. Gelohnt hat es sich allemal, denn die Küste von Südschweden ist atemberaubend schön. Pünktlich vor dem Nationalpark riss jedoch die Wolkendecke auf. Abwechselnd begleitete uns der Geruch der Apfelblüten und stinkenden Seetangs. Die wilden Apfelbäume standen in voller Blüte und wirkten gar kitschig. Und was es erbeten, das ward ihm gewährt: Die Almosen hat man ihm reichlich beschert. Voller Sonnenschein umleuchtete die hübsche, weite Grasebene, die im fernen Süden vom Myrdalsjökull begrenzt war, als ich am Bach das Teller- und Schüsselsäubern beendet und nach Erfüllung aller Hausfrauenpflichten mich zur Ruhe begeben durfte. Vor 4500 Jahren wurde der Salzwasserzustrom aus der Nordsee stark eingeschränkt. Die Ostsee süßt seitdem langsam aus. Durch die Küstenerosion (Landabtragung, Verdriftung und Ablagerung) erlangten die damaligen Inseln im Laufe der Zeit ihre heutige Gestalt. So wurden die ehemaligen drei Inselkerne durch Anschwemmungen miteinander verbunden. Dieser Prozess trägt im Norden am Dornbusch immer noch Sand ab. Im Jahr 2000 brachen an der Nordspitze Hiddensees im Bereich des Toten Kerls zweimal 60.000 m³ Geschiebemergel ab und rutschten ins Meer. Im Durchschnitt verliert die Kliffkante des Dornbusch etwa 30 cm jährlich. Mitte März 2004 rutschten dann nochmals rund 10.000 m³ ins Meer. Geologisch gesehen ist Hiddensee ein sich in stetem Wandel befindendes Gebiet. […]

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Sonnenblumen wie ein Nebel zart.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Am Abend zwischen Traum und Wachen, ich dachte nicht grad an heilige Sachen, vor mir der Nazarener stand. Die schönen Gottesaugen lagen auf mir wie zwei freundliche Fragen. Hielt eine Blume in der Hand, hochstengelig ein goldener Stern lehnt an der Schulter unserm Herrn, wie frommer Maler Engelsgestalten ihre Friedenspalmen halten: Eine Sonnenblume, voll erschlossen, von einem lieblichen Licht umflossen, hob sich von seinem blauen Kleid als ein glänzendes Geschmeide. Der Traum war so real, dass er immer noch das Gefühl hat, ein nasses Gesicht zu haben. Aber in was für einem Traum ist er denn jetzt? Er öffnet die Augen erneut und lässt seinen Kopf in ein weiches Kopfkissen sinken. Er sieht einen Fernseher an der Wand, einen Kühlschrank, einen Schreibtisch, einen Stuhl, einen Spiegel, einen Kleiderschrank und direkt neben seinem Bett eine Tür, die in ein Badezimmer führt. All das sieht er so klar und deutlich vor sich, dass es kein Traum sein kann. Er setzt sich verwirrt im Bett auf. Dann erkennt er plötzlich seinen orangen Koffer auf dem Teppich mitten im Zimmer. Seine Familie in Grönland hatte ihm den nagelneuen Koffer vor seiner Abreise geschenkt. Nun wird ihm klar, dass er nicht träumt, sondern tatsächlich irgendwo in Deutschland angekommen ist. Er muss also gestern nach seiner langen, komplizierten Reise doch hier gelandet sein. Er erinnert sich dunkel an den Reisebus und das winzige Regionalflugzeug, in den man ihn gesteckt hat, und dann an den großen, internationalen Flughafen und das riesengroße Flugzeug, wo ihm die Stewardess mit strahlendem Gesicht gratis Wein und anderen Alkohol angeboten hat. Ab da lässt sein Gedächtnis aber nach und er kann sich an nichts weiter erinnern. Doch zuvor wollen wir uns dem Komi Urwald vom den Wasserstraßen aus nähern. Fällt weniger Niederschlag, geht der Wald in eine Trocken-Savanne oder Steppe über. Fast drei Stunden sind vergangen und ich bin völlig erschlagen von den wunderbaren Eindrücken die sich uns offenbart haben. Fraglich war auch, ob die dichte und unbekannte Flora überhaupt einen passablen Weg zugelassen hätte. […]

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