Weißen Tauben über Wäldern und Seen

O dornige Träume,
Schmiegt euch heiß und und heißer
Um die Erlösung grübelnde Stirn.
Wilder lodre mein Sehnen,
Lauter rufe mein Flehen:
Erlösender Tag, erwache!

Früher hebt der erlösende Tag
Dann vom Schlaf sein muthiges Haupt;
Himmlisches Licht
Regnet auf die schmachtende Stadt
Die finstern Dächer vergoldend;
Wonnige Luft in Strömen
Bespült die dumpfigen Mauern
Und scheucht aus steinernen Nestern
Dunkle Wolken gespenstischer Vögel.

O selig,
Zu öffnen die Thore der Stadt,
Genesende Geschwister
Zu führen an den Händen
Zur mutterglücklichen Natur,
Die mit heißem Sonnenmunde
Die bleichen Kinder küßt!

Dann schwärmen wir
Hand in Hand,
Gelockt von fliegenden Wolken,
Den weißen Tauben im Blauen,
Über die jugendfröhlichen Wiesen,
Über der Wälder jauchzende Häupter,
Über den wonnespiegelnden See.

Quelle:
Einsiedler und Genosse von Bruno Wille
Berlin 1894
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

 

Faust der Vernichtung raunt und zischet.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Ja, ducke dich nur Und drehe die Augen nach oben! Sieh die Faust der Vernichtung erhoben! Horch, wie die Balken stöhnen! Sie ahnen, daß dies Haus Einst im Sturze dröhnen Wird wie ein gefällter Riese. Eine Hand Ist Keine Faust wie hierin, so hatten sich auch sonst bei uns uralte absonderliche Meinungen teilweise erhalten, darunter vorab der Glaube an allerlei Spuk und Verhexung, der aber doch schon angezweifelt wurde. Zu den Zweiflern gehörten auch meine guten Eltern. Kam da eines Morgens der Roßknecht in die Stube und meldete: Bauer, unser Wälder ist schneeblühweiß vor lauter Schweiß, in Kreuz und Schwanz 4 trägt er geflochtene Zöpfe, das Schrättele hat ihn geritten. Der Augenschein lehrte, daß die beiden ersten Angaben richtig waren, die dritte nahm der Vater ruhig hin. Doch gar nicht lange stand es an, so war das Schrättele dingfest gemacht in Gestalt eben jenes Knechts, der in einem zwei Stunden entfernten Dorf eine Bekanntschaft hatte, nächtlicher Weile aus besagtem Rappen dorthin raste und, wenn der Hahn krähte, wieder heim galoppierte. Als der Ungetreue wieder den Rappen aus dem Stall ziehen wollte, faßte ihn eine derbe Faust an der Gurgel, und es sausten die Hiebe eines getrockneten Farrenschwanzes hageldicht auf seinen Rücken herab. Der Wälder wieherte freudig und lief in seinen Stand zurück. Das Schrättele aber war von Stund an nicht mehr zu verspüren. Der nur mit Hilfe mephistophelischer Magie zustande gebrachte Homunculus entzieht sich freilich sofort dem Geist seines Vaters, er strebt als quasi präexistentielles Wesen nach Existenz in Griechenland, wo eben die »Klassische Walpurgisnacht« stattfindet. Er wird seine Verkörperung, am Triumphwagen der Galatea zerschellend, im Meer als dem Element proteischer Verwandlungen suchen; von der Urfeuchte aus hat er den Werdegang der Natur nachzuholen. Der in Griechenland wiedererwachte Faust begibt sich auf den Weg in den Hades, um Helena von Persephone loszubitten. Diese Losbittung, von Goethe ursprünglich als einer der Höhepunkte des Dramas konzipiert, wird in der Darstellung übergangen, offenbar weil Goethe eine andere symbolische Motivierung der Erscheinung Helenas im dritten Akt wesentlicher wurde: während seines Tiefschlafs erzeugt sich Faust selber Helena, den Mythos von der Begattung Ledas durch den Schwan nachträumend. Dieser Traum symbolisiert die Einheit des schöpferischen Eros mit dem physischen. […]

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Kalte Winde am Fenster.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Mein' Seele ist so beklommen, Die Gassen sind leer und tot, Da hab ich die Laute genommen Und singe in meiner Not. Ach, wär ich im stillen Hafen! Kalte Winde am Fenster gehn, Schlaf ruhig, mein Liebchen, schlafe, Treu' Liebe wird ewig bestehn! Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Wanderlieder - Der verliebte Reisende Gedichte 1841 www.zeno.org So gelingt die wahre Liebe: Ein Herz und zwei Seelen. Dies wird durch die verklärende Auffassung, in den Myrthen sei das Motiv gegenseitiger Liebesbeteuerung und die Schilderung der Seelenlage der Geliebten vorherrschend, nahe gelegt. Ob diese Harmoniewendung als Trugschluss gelten kann, soll später noch erörtert werden.Der Autor stellt die Bedeutung der schwebenden, in die Terz mündenden und den nachfolgenden Quintton bereits antizipierenden Zeilenschlüsse in der ersten Textstrophe heraus. Weiterführende Gedanken zum musikalischsemantischen Gehalt der Komposition und zur Tonartensymbolik finden sich in den folgenden beiden Abschnitten. Dieser Aspekt wird verschiedentlich in der Literatur betont. Die Entfernung der Tonarten steht für die Situation der Liebenden, die flüchtig gestreifte entfernte Terzverwandtschaft symbolisiere Unerreichbarkeit; der Tonsatz werde beim Gedanken an die Blume wieder zurückgeholt. Ob die Aussage das gesamte Lied thematisiere metaphorisch die unerfüllbare Liebe zwischen dem Mond und der Blume, angemessen ist, darf angesichts der ansonsten eher spekulativen Ausführungen bezweifelt werden. Die Rede ist von einer eigentümlichen Stimmung. In ähnlicher Weise äußert sich der offensichtlich inspiriert von ungehörten Klangeffekten und harmonischen Reibungen, welche durch die Schwüle hervorgerufen wurden. Worin diese Effekte und Reibungen konkret bestehen, wird nicht spezifiziert und bleibt aus analytischer Perspektive als eine bloße Setzung und atmosphärische Platitüde bestehen. Es existiert eine weitere, mit dem Klavierlied nicht verwandte Vertonung des Gedichts, die ebenfalls entstanden und als der erschienene ist. Er vermutet, dass das Chorlied vor allem aus der Motivation entstanden sei, die Kompositionen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Ja, er selbst half löschen u. gab vom Himmel einen gnädigen Regen. Und so ward die Flamme gedämpft, das Herz des Schlosses erhalten, u. obwohl in der Stadt einige verwundet u. getötet, desgleichen vom Feuer ergriffen u. vom Rauche erstickt worden waren, so ist doch auf dem Schlosse keiner Person Leid widerfahren. Was war es aber für ein schrecklicher Anblick, da der Feind sich unsichtbar gemacht u. die verarmten Leute vom Schlosse u. von den Feldern auf den Brandstätten zusammenkamen! Nichts war jammernswerter, als der Anblick so vieler Leichen u. der Verlust an Eltern, Ehegatten u. allernächsten Freunden. Unzählige Thränen flossen aus den Augen aller, u. wer noch des andern Tages sich auf den Gassen umsehen wollte, konnte mit unbedeckten Füßen auf dem erhitzten Pflaster nicht fortkommen. Über Liebeslyrik und Gedichte für die Liebe. […]

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Ferienwohnung am Stadtrand von Dresden, Richtung Sächsische Schweiz, Standort.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Standort Ferienwohnung: Aus Dresden folge man der B 172 Richtung Pirna, auf der rechten Straßenseite das Einkaufszentrum KAUFPARK Nickern, noch ca. 1500 m auf der B 172 geradeaus, an der 2. Ampel nach dem KAUFPARK nach rechts in die Straße "Altlockwitz" jetzt den Fuß vom Gaspedal nehmen, im 2. Haus auf der rechten Seite finden Sie unsere hübsche Ferienwohnung. Auf der Autobahn, A 17 das Stadtzentrum Dresden umfahren, Autobahndreieck Dresden-West von der A 4 auf die A 17 Richtung Pirna , Autobahnabfahrt Heidenau / Sachsen / Dresden-Niedersedlitz die A 17 in Richtung B 172 verlassen, nach ca. 2 km (Ampelregelung), etwa 250 m nach links Richtung Dresden-Zentrum bis zur ersten Kreuzung, nach links in die Straße "Am Viertelacker", nach wenigen Metern die erste kleine Straße "An der Schloßgärtnerei" nach rechts bis zur Straße "Altlockwitz". Vor Jahren, als noch die Postwagen zwischen Dresden und Bautzen verkehrten und die hellen Klänge des Posthornes in Schmiedefeld gehört wurden, geschah es in einer mondhellen Frühlingsnacht, daß einem Postknechte, der eben am Kapellenberge vorüberfuhr und ein lustiges Stücklein geblasen hatte, vom Berge her ein graubärtiges Männlein winkte. Der Mönch verschwindet und stößt Klagerufe aus. Das Gewölbe bebt. Die Erde zittert. Der leichtfertige Postknecht aber wird von unsichtbaren Händen erfaßt und fortgeschleudert, so daß er besinnungslos am Boden liegen bleibt. Als der Unvorsichtige aus seiner Ohnmacht erwachte, lag er draußen am Berge auf einem Feldrande. Jenseits des Grabens standen ruhig die Pferde mit dem Postwagen. Die Straßenbäume warfen eigentümliche, fast gespenstische Schatten. Der Postknecht raffte sich auf, in seinen Gliedern fühlte er furchtbaren Schmerz. Nur mit Müh und Not erkletterte er wieder seinen Kutschbock. Nun fuhr er in das Dorf hinein, wo man ihn längst erwartet hatte. Über das Erlebte schwieg er. Am andern Morgen findet er in seinen Taschen anstatt der Edelsteine und Goldstücke Lehmklumpen und kleine Feldsteine. So hatte der arme Postknecht durch seinen wohlgemeinten Dank das ihm winkende Glück verscherzt. Er ist seit jener Nacht noch oftmals am Kapellenberge, ein lustiges Stücklein blasend, vorübergefahren, aber den Gang zu dem im Berge verborgenen Schatze hat er nicht wieder gesehen. […]

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