Gefallen


"So und soviel Prozent, sagt man, müssen jährlich zu Grunde gehen. - Wahrscheinlich gehen sie zum Teufel, damit die übrigen frisch und gesund bleiben können. - Prozent! Wahrlich, schöne Erklärungen hat man jetzt ... solche beruhigend wissenschaftlichen Worte! Man spricht von Prozenten und braucht sich nicht zu zu alteriren."
Dostojewskij.

Umhaucht vom Silberdufte
Des üppig blühenden Mondes,
Erschauert leise des Parkes
Glänzendes Laubgesproß -
Wie träumende Seelenjugend
Im Kusse lichter Gedanken.
Über den Wipfeln fern das Nachtgewölk
Flammt bisweilen von Blitzen -
Dem dumpfen Schläfer gleich,
Den heiße Leidenschaft
Zuckend rührt.
Aus Büschen und frischen Halmen
Atmet der süße Mai;
In lauschiger Blättertiefe
Dichtet träumend die Nachtigall;
Und vom stolzen bleichen Hause
An des Parkes Saum
Aus erhellten Fenstern
Klingt Musik
Wie perlendes Glück.

Im Garten aber am Eisengitter
Steht ein schimmernder Blütenbusch
Traurig über die Stäbe geneigt;
Die weißen Blüten blicken
Wie bange Kinderaugen
Auf ein dunkles Menschenbild,
Das zu des Busches Füßen
Draußen am Gittersockel
Reglos kauert.

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Beide Bewegungen folgten so schnell aufeinander.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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daß der Kiaja augenblicklich abgeschleudert wurde. Ehe er sich erheben konnte, hatte ich *) Türkischer Dorfschulze. ihm die Flinte und das Messer entrissen und erwartete seinen Angriff. Sa Hund! brüllte er, indem er emporschnellte und sich auf mich warf; ich zermalme dich! Er sprang auf mich ein; ich hob nur den Fuß bis zur Gegend seiner Magengrube ein Tritt, und er überschlug sich rückwärts zur Erde nieder. Nun nahm ich sein eigenes Gewehr empor und zielte auf ihn. Mann, bleib weg von mir, sonst schieße ich! gebot ich ihm. Er raffte sich empor, hielt sich die Magengegend und blickte mich mit wutfunkelnden Augen an, wagte aber doch keinen Angriff mehr. Gieb mir meine Waffen! grollte er drohend. Später, wenn ich mit dir gesprochen habe! Ich habe nichts mit dir zu sprechen! Aber ich mit dir, und ich bin gewohnt, mir Gehör zu verschaffen; das merke dir, Kiaja! Ich bin kein Kiaja; ich bin ein Rais, ein Nezanum! Obgleich dieser Vorgang von dem Augenblick an aber, wo die Dinge einen Charakter annahmen, daß er seine Person von dem Namen Zieten nicht mehr trennen konnte, wurde er auf kurz oder lang ein wirklicher Zieten. Er wußte im voraus, daß die vorüberfahrenden Schiffer, in dem Glauben, es sei Glockengut, innerhalb acht Tagen den Versuch machen würden, die Glocke zu stehlen. Wo er für sich und seine eigenste Person eintrat, in den privaten Verhältnissen des alltäglichen Lebens, war er eine wenig erfreuliche Erscheinung: kleinlich, geizig, unschön in fast jeder Beziehung. Am Seeufer hing er in einem niedlichen Glockenhäuschen eine irdene Glocke auf, der er zuvor einen Bronzeanstrich hatte geben lassen. Dies Aristokratische, wenn geglüht in leidenschaftlicher Erregung, konnte momentan zu wahrem Adel werden, aber solche Momente weist sein Leben in nur spärlicher Anzahl auf. Er ließ von eigens engagierten Steinmetzen große Feldsteine konkav ausarbeiten, um seine Wustrauer Feldmark mit Hilfe dieser Steine zu einem heidnischen Begräbnisplatz avancieren zu lassen. In diesem Dienste verstieg sich sein Herz bis zum Poetischen in Gefühl und Ausdruck, wofür nur ein Beispiel hier sprechen mag. […]

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Schnee und Regen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Nun weht schon durch die Wälder Der kalte Boreas, Wir streichen durch die Felder, Von Schnee und Regen naß, Der Mantel fliegt im Winde, Zerrissen sind die Schuh, Da blasen wir geschwinde Und singen noch dazu: Beatus ille homo Qui sedet in sua domo Et sedet post fornacem Et habet bonam pacem! Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Wanderlieder Gedichte 1841 www.zeno.org Nach einer ausgedehnten Tageswanderung von Mittersill über den Höhenweg oder von Bramberg über die Thüringer- und die Fürtherhütte bietet sich die geräumige Almhütte als perfekte Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit an. Hausherr Thomas, ein passionierter Jäger, sorgt dafür, dass auf der Alm stets frische Lebensmittel vorrätig sind, die seine Frau Margit zu leckeren Gerichten verarbeitet. Egal ob Wild, Beeren oder Pilze alles stammt aus den umliegenden Wäldern. Das Angebot auf der Alm reicht letztlich vom kräftigenden Frühstück bis hin zum gschmackigen Alm-Menü. Weiters wird hier die frische Milch von den umliegenden Bauern zu Butter, Joghurt, Käse oder köstlicher Buttermilch verarbeitet. Die familiäre und herzliche Stimmung wissen nicht nur die vielen Stammgäste zu schätzen, auch Promis wie Ottmar Hitzfeld oder Toni Sailer ließen sich hier schon bewirten. Für gesunde Zähne ist es wichtig, dass Kinder schon von klein auf an die richtige Zahnhygiene gewöhnt werden. Unsere Kinderkrippen kooperieren daher mit der Zahnärztin Frau Holle, die alle Einrichtungen regelmäßig besucht und die Kinder spielerisch an zahngesunde Ernährung und das richtige Zähneputzen heranführt.Im Januar 2015 hat Frau Holle die Kinderkrippe in der Frankfurter Straße besucht und für die Kinder leckeres Obst zum Frühstück mitgebracht.Nach dem Frühstück wurden gemeinsam die Zähne geputzt und das Zahnputz Lied gesungen. Die Zahnärztin hatte auch ein großes Zahn-Modell mitgebracht, bei dem mit einer überdimensionalen Zahnbürste das richtige Putzen veranschaulicht und geübt wurde. Sein Witz und Humor verstiegen sich nur bis zur Lust an der Mystifikation. Sein bestes war die Liebe und Verehrung, mit der er ein halbes Jahrhundert lang die Schleppe seines Vaters trug. Und siehe da, er hatte sich nicht verrechnet, und fand nach drei Tagen schon die Scherben. Im übrigen aber war er unfähig, zu dem Ruhme seines Hauses auch nur ein Kleinstes hinzuzufügen; er fühlte sich nur als Verwalter dieses Ruhmes, ein Gefühl freilich, das ihm unter Umständen Bedeutung und selbst Würde lieh. […]

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Meeresstrand.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Und unten tief im Böhmerland ein Städtchen liegt an Bergesrand; der letzte feuchte Abendstrahl küßt Meeresstrand und Felsental - es spinnt auch dich der Zauber ein: Gedenkst du mein? Zu diesen Vorzügen eines, man könnte sagen geborenen Präsidenten bringt Simson noch einen weitern, ebenfalls nicht zu unterschätzenden mit: das Talent einer würdigen Repräsentation nicht jener banalen, welche in der peinlichen Beobachtung äußerlicher Formen und eines steifen Ceremoniells die Würde des Amtes und der Person sucht, sondern jener edleren und wesenhafteren, welche auch die blos äußerlichen Formen adelt und mit einem würdigen Inhalt erfüllt. Als Redner hat Simson etwas von der attischen Beredsamkeit jener alten Classiker, die für ihn, den so vielseitig Gebildeten, von früh an, neben unsern großen vaterländischen Dichtern ein Hauptgegenstand eindringenden und feinsinnigen Studiums gewesen und jederzeit geblieben sind; aber er ist kein blos akademischer Redner; er wendet sich nicht blos an den Verstand und Geschmack, sondern auch an das Herz und Gemüth des Hörers; er versteht es, große, allgemeine Gesichtspunkte mit kurzen, treffenden Worten zur Anschauung und zur Geltung zu bringen. Auf Vermittlung Wilhelm von Humboldts erhielt Schinkel 1810 eine Anstellung zunächst als Dezernent für künstlerische Fragen und dann als Geheimer Oberbauassessor bei der Berliner Oberbaudeputation. Für das Berliner Stadtschloss entwarf er die Inneneinrichtung der Räume Königin Luises. Gemeinsam mit Clemens Brentano, mit dem ihn eine unzertrennliche Freundschaft verband, um die Rückkehr der nach Paris verschleppten Plastik nach Berlin und den Sieg über die napoleonischen Truppen zu feiern. Es kam immer wieder zu einer Neuauflage des Eisernen Kreuzes und noch heute ist es das Hoheitszeichen der Bundeswehr. 1814 zog Schinkel in die Friedrichstraße um. In der Akademieausstellung zeigte er die Ölbilder Schloss am See und Altan mit Fernblick. Als Panoramen zu Weihnachten schuf er zwei Ansichten der Insel Elba, wohin Napoleon zuerst verbannt worden war. Nach dem Tod Paul Ludwig Simons 1815 wurde er zum Geheimen Oberbaurat ernannt und konnte sich endlich seiner eigentlichen Profession, der Architektur, widmen. In dieser Position war er nicht nur dafür verantwortlich, Berlin in eine repräsentative Hauptstadt für Preußen umzugestalten, sondern auch für Projekte in den preußischen Territorien vom Rheinland im Westen bis Königsberg im Osten. Dabei waren nach den napoleonischen Kriegen aufgrund einer knappen Staatskasse preiswerte Lösungen für die massenhaft anstehenden Bauaufgaben gefragt. […]

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Die Entdeckung von Madera 1.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Romanze Wenn die Geisterstunde schallet, Und kein Stern am Himmel lacht, Wenn kein Fußtritt rings mehr hallet In der stillen Mitternacht Naht sich in der Dunkelheit schützendem Schleier Dem Fenster des harrenden Liebchens dein Treuer. Die 1420er Jahre brachten dann zwei größere territoriale Veränderungen für Bayern-Ingolstadt. Zunächst musste Ludwig VII. im Bayerischen Krieg umfangreiche Gebietsverluste hinnehmen: Große Teile des Landes vorm Gebirg von Markt Schwaben bis Wildenwart im Chiemgau fielen an Bayern-München und Bayern-Landshut und auch die Besitzungen auf dem Nordgau gingen bis auf Hersbruck und Hilpoltstein verloren. Johann von Pfalz-Neumarkt und Friedrich von Brandenburg-Ansbach übernahmen gemeinsam Lauf, Parkstein, Weiden, Floß und Vohenstrauß sowie die Grafschaft Graisbach, Johann sicherte sich zudem Sulzbach, Freystadt und Holnstein. Die von ihm kontrollierten Burgen im Münchner Gebiet musste Ludwig abgeben und auch Donauwörth entzog sich nun seiner Herrschaft. Im Preßburger Schiedsspruch von 1429 konnte er seinen Herrschaftsbereich dagegen wieder ausweiten: Er erhielt Kirchberg, Geiselhöring und Dingolfing im Süden des Straubinger Ländchens, die Anwartschaft auf das verpfändete Waldmünchen sowie das Gebiet um Schärding und Königstein östlich des Inns. Zudem gaben die Münchner Herzöge das von ihnen im Bayerischen Krieg eroberte Markt Schwaben zurück. Das so entstandene Teilherzogtum Bayern-Ingolstadt bestand aus rund einem Dutzend nicht zusammenhängenden Teilgebieten. Im Teilungsvertrag von 1392 wurden Herzog Stephan III. folgende Territorien zugesprochen: Höchstädt, Lauingen und Gundelfingen in Oberschwaben, Donauwörth, ein größeres Gebiet an Donau und Lech mit der Grafschaft Graisbach, Neuburg, Ingolstadt, Aichach und Friedberg, das Land vorm Gebirg um Markt Schwaben und Wasserburg, das damit durch einen schmalen Korridor westlich des Chiemsees verbundene Land im Gebirg um Kufstein, Kitzbühel und Rattenberg sowie Hilpoltstein, Freystadt und die Burgen Landeck und Holnstein im Südwesten des Nordgaus. Zudem gehörten die Stadt Weißenhorn und die Burg Wartstein bei Ulm sowie Mauerstetten im Allgäu zu Bayern-Ingolstadt. Im Oktober 1393 kamen mit Lauf und Hersbruck an der Pegnitz sowie Floß und Vohenstrauß noch etwa zwei Drittel der über Otto V. an Bayern gekommenen böhmischen Pfandschaft hinzu. Urlaub, Wandern, Klettern, Radfahren, Erholen, Relaxen, Entspannen, Elbe, Felsen, Kahnfahrt, Floßfahrt: […]

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Werrabahn von Eisenach bis Koburg.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Am 1. Nov. wurde die Werrabahn von Eisenach bis Koburg eröffnet. In der Jagdentschädigungsfrage entschied sich der Landtag für das Entschädigungsprincip, lehnte jedoch die Regierungsvorlage über die Modalität der Entschädigung (Zahlung durch die Grundstücksbesitzer), ebenso wie die auf Schadlosstellung der Neuberechtigten aus Staatsmitteln und resp. aus den Jagdpachtgeldern gerichteten Anträge ab, und behielt die Regierung weitere Erwägungen vor. Ein fernerer Beschluß des Landtages, gab dem Großherzog anheim, die früher vorbehaltene Erhöhung der Domänenrente von 250,000 auf 280,000 Thlrn. vom 1. Jan. 1860 ab ganz od. theilweise nach seinem Ermessen eintreten zu lassen. Hinterhofgeflügel ist eine Lösung, nicht das Problem. Es gab eine Reihe von jagdlichen Schußwaffen, entsprechend des Beuteschemas: Schrotverschießende glattläufige Flinten mit Doppellauf dienten und dienen der Geflügeljagd. Für den präzisen Einzelschuß entwickelte sich im 18. Jh. das deutsche Jagdgewehr, erkennbar durch einen gezogenen achtkantigen und gebräunten Lauf, der Anschlagsbacke am Kolben, der Kolbenlade für Schußpflaster, dem langen Abzugsbügel und vor allem dem Stecherabzug. Die spiralförmigen Züge im Lauf verhalfen der Bleikugel zu einem stabilisierenden Drall beim Abschuß. Der vor dem eigentlichen Auslösen gezogene Stecher reduzierte den Abzugswiderstand auf ein Minimum, um das Verreißen beim Abschuß zu verhindern. Ursprünglich verwendete man das Seitengewehr oder den Hirschfänger für den Gnadenstoß des waidwunden Tieres, bis es heute zu einer reinen Zierwaffe mutierte. Solche Überlistungen freuten ihn, und man kann zugeben, daß darin ein Äderchen von der Herzader seines Vaters sichtbar war. Den Altertumsforschern einen Streich zu spielen, war ihm ein besonderer Genuß. Er war nicht adlig, aber gelegentlich aristokratisch. Eine franziskanische Weihnachtspredig: Für einige Stunden bzw. Tage erfüllte sich die Sehnsucht nach Frieden. Am 24. Dezember 1914 legten Zehntausende Soldaten an der Westfront die Waffen nieder und feierten miteinander Weihnachten. Ein Moment der Empathie. Der Weihnachtsfrieden von 1914 schaffte es zwar nicht, den Ersten Weltkrieg zu beenden, war aber ein zutiefst menschlicher Augenblick, der hundert Jahre später in einer Welt voller (Bürger-)Kriege, Terror und Gewalt zu mehr als einer Wiederholung mahnt. […]

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