Flammen singen, summend

Da sprüht es in dem roten Auge
Begeistert auf;
Heiliges Feuer wallt empor
Und stürzt auf meine Seele
Wie einer Sturmflut Woge;
Und die Flammen singen summend
Wie Orgelton, wie Sturmesbrausen:
"Gieb es auf, dein nichtig Haupt!
Dann magst du es getrost verlieren.
Sei gleich uns, verbrenne dich!
Viele tasten im Dunkeln und frieren.
Sieh die fromme Flammenrose
Blätterüppig blühen,
Licht und Wärme, Liebesgaben,
Ihrem Kelch entsprühen! -
Selig, wer aus enger Hülle
Freudig sich erhebt,
Zu erhabenen Himmelsweiten
Selbstverloren schwebt!
Wie ein stiebend Aschenstäubchen
Flieht die Todesnot ...
Überselig ist die Liebe,
Ist der Opfertod!"

Quelle:
Einsiedler und Genosse von Bruno Wille
Berlin 1894
www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

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Burg Stolpen - Gräfin Cosel.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Gräfin Cosel lebte 49 Jahre als Gefangene auf Burg Stolpen. Die Grabstelle von Gräfin Cosel findet der Besucher in der Burgkapelle. Im Johannisturm (Coselturm) erinnert eine Ausstellung an das abenteuerliches und schicksalhaftes Leben von Gräfin Cosel. Zugleich gewährt die Ausstellung einen alltagsgeschichtlichen Einblick in die fruchtbare Epoche des Augusteischen Barock in Sachsen. Der ausgedehnte Burgrundgang mit dumpfen Verliesen, verschlungenen Kellergängen, Folterkammer, Hungerloch und einem der tiefsten in Basalt getriebenen Brunnen der Erde lässt den mittelalterlichen Charakter einer Burganlage auf besondere Art erlebbar werden. Das Burgmuseum und ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm machen Stolpen zu einem lebendigen Ort sächsischer Geschichte. Inseln stiegen aus dem Wasser, Sandbänke bauten breite Barrikaden. Fischerboote tanzten in zuckender Kette über das träge dahinfließende Wasser. Dann brüllten wieder die Sirenen, das Schiff bewegte sich, die Maschinen stampften, das Volk begann im Schiffsbauch zu singen und verwandelte diesen Bauch in ein tönendes Herz. Nicht ebenso leicht war es, das Kleinzeug der Rikschakulis loszuwerden. Wie von eigener Schwere trunken trieb der Strom nach dem Meere, trug geduldig die vielen Schiffe und Barken, teilte sich und umarmte die Landschaft. Falsche Volksfuehrer zu entlarven, Abtruennige mit feierlichem Protest dem Fluch aller Zeiten preiszugeben? Und dann der berauschende Duft, der die Luft erfüllte! Ein tobender Volkshaufe griff das Zeughaus an, wurde aber zweimal blutig zurückgewiesen. Im Nu hängen Dutzende von halbnackten Leibern an dem glatten Rohre und wie die Affen klettern sie einer dicht hinter dem andern in die Höhe. An vielen Stationen legte der Rote Oktober an, drehte sich, lag quer im Wasser, verweilte an den Landungsbrücken einige Minuten. Hier sieht man den Rauch des Frühstücksfeuers sich durch das mattengedeckte Kajütendach hindurchwinden, dort sieht man, wie eine halbnackte Gestalt sich abmüht, das Fischgarn ins Wasser zu bringen. Zwanzig, denen das Sterben eine der gleichgültigsten Sachen ist, gegen einen einzigen, der sein Dasein schätzt. Unter dem Gleichschritt der Träger schwanken die Filanzanen sanft durch die Ebene, die die Hauptstadt umgibt. Das Verbot einer Demonstration der Dresdener Bürgerwehr für die Reichsverfassung, welches die neuen Minister erließen, gab 3. Mai die Losung zum Dresdener Maiaufstand. […]

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Oben Lust, im Busen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Freundlich grüßend und verheißend Lockt hinab des Stromes Pracht; Doch ich kenn ihn, oben gleißend, Birgt sein Innres Tod und Nacht. Oben Lust, im Busen Tücken, Strom, du bist der Liebsten Bild! Die kann auch so freundlich nicken, Lächelt auch so fromm und mild. Quelle: Heinrich Heine Lieder Junge Leiden - 1817-1821 Buch der Lieder Hamburg 1827 www.zeno.org Der Gott, der mir im Busen wohnt, Kann tief mein Innerstes erregen; Der über allen meinen Kräften thront, Er kann nach außen nichts bewegen; Und so ist mir das Dasein eine Last, Der Tod erwünscht, das Leben mir verhaßt. Als ich von ihm frei war, ergriff ich die Flucht er verfolgte mich. Ich bin zu alt, um nur zu spielen, Zu jung, um ohne Wunsch zu sein. Nur mit Entsetzen wach ich morgens auf, Ich möchte bittre Tränen weinen, Den Tag zu sehn, der mir in seinem Lauf Nicht einen Wunsch erfüllen wird, nicht einen, Der selbst die Ahnung jeder Lust Mit eigensinnigem Krittel mindert, Die Schöpfung meiner regen Brust Mit tausend Lebensfratzen hindert. Ich gehöre nicht mehr mir selber; nur für dich lebe ich noch! Mir wars, als hätte er mit einem fremden Weibe zu tun. sollst entbehren! Wir kamen mit Sonnen Untergang auf die Ruinen des fort de St. Den Pygmäen hängt der Penis bis an die Fussknöchel herab. Entbehren sollst du! In jedem Kleide werd ich wohl die Pein Des engen Erdelebens fühlen. Auch muß ich, wenn die Nacht sich niedersenkt, Mich ängstlich auf das Lager strecken; Auch da wird keine Rast geschenkt, Mich werden wilde Träume schrecken. Was kann die Welt mir wohl gewähren? Er bat mich um einen Kuss ich verweigerte ihn. Das ist der ewige Gesang, Der jedem an die Ohren klingt, Den, unser ganzes Leben lang, Uns heiser jede Stunde singt. Auch nun gingen wir ungern weg, die Pferde fanden wir in St. Und doch hat niemals ein Mann mir grössere Wonnen bereitet. Quält doch nicht euren kleinen Mann, indem ihr mich zurückstosst! Wenn Einer einmal gefällt, so gefällt alles an ihm. So lass es doch, lass es doch dahinein fliegen. O wenn er sich doch meiner Liebe bequemen wollte! […]

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Eine Schlange! rief Joe.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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und Kennedy griff nach seinem Carabiner. Der Elephant lief mit ziemlicher Schnelligkeit vorwärts. Er kam bald an eine Lichtung, auf der man ihn ganz sehen konnte. An seiner riesenhaften Gestalt erkannte der Doctor einen männlichen Elephanten von ausgezeichneter Gattung. Das Thier hatte zwei herrlich gebogene Hauer, welche etwa acht Fuß lang sein mochten. Die Ankerschaufeln hatten sich fest zwischen ihnen verfangen. Eine sonderbare Bewegung ging durch das hohe Gras; ein gewundenes, ungeheures, graufarbiges Gebilde erhob sich aus den grünen Wogen. Der Elephant lief mit ziemlicher Schnelligkeit vorwärts. Er kam bald an eine Lichtung, auf der man ihn ganz sehen konnte. An seiner riesenhaften Gestalt erkannte der Doctor einen männlichen Elephanten von ausgezeichneter Gattung. Das Thier hatte zwei herrlich gebogene Hauer, welche etwa acht Fuß lang sein mochten. Die Ankerschaufeln hatten sich fest zwischen ihnen verfangen. Ein Christ lieh von einem Juden Geld und versprach, es rechtzeitig zurückzuzahlen. Dieser Verpflichtung kam er allerdings nicht nach und die beiden gingen vor Gericht. Um einen Meineid zu umgehen, ließ sich der Christ einen Trick einfallen: Er füllte das geliehene Geld in einen hohlen Stock. Während des Schwurs bat er den Juden, den Stock so lange zu halten. Er schwor daraufhin, dass er das Geld bereits zurückgegeben habe. Der Jude gab den Stab zurück und blieb geprellt. Als die beiden nach Hause gingen, wurde der Christ von einem vorbeifahrenden Wagen überfahren und starb. Bei dem Unfall zerbrach der Stock, und der Jude erkannte die Arglist. Die umstehenden Leute forderten den Juden auf, sich nun das Geld zu nehmen, da der Christ seine gerechte Strafe erhalten habe. Voll Mitleid entgegnete der Jude, dass er das Geld nur nehmen werde, wenn der heilige Nikolaus den Christen wieder zum Leben erwecke. Tatsächlich erhob sich darauf der meineidige Christ wieder, und der Jude ließ sich taufen. Eine Schlange am Busen nährt blickt hinab in das Gewühle des Flammenmeers, das im Busen des Vulkans knocht, zu wild und zu entsetzlich, als daß es noch mit dem Bild einer Seele verglichen werden könnte, welche Orkane von Leidenschaft und Furienheere des blutenden Gewissens durchtoben. Du beträgst dich ja kecker, als sich's geziemt. denn du lebst doch nicht etwa? Nimm dich in acht, dass nicht dem Callias die Augen aufgehen. Victoria erhob die Stimme und schrie: Lass es! […]

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