Straße

"Das Licht in uns ist zur Finsternis geworden; und die Finsternis, in der wir leben, ist furchtbar geworden."
Tolstoi.


An düster ragenden Häuserwällen
Durch flammenbesäte steinerne Schlucht
Branden die rasselnden Wagen, die Menschen -
Wie Wellen in klippiger Meeresbucht -
Der rote Vollmond taucht empor.

Die Menge wühlt und drängt und stößt;
Jedweden kümmert nur seine Not -
Wie auf dem Deck des lecken Schiffes,
Das in den Tod zu sinken droht -
Der rote Mond schaut düster drein.

Auf glattem Bürgersteige kauert kauert -
Gleichwie am Felsenriff das Wrack -
Ein Mann mit vorgesunknem Kopfe,
Zur Seite einen Lumpensack -
Der Vollmond blickt mit düstrer Glut.

Die Leute auf dem Bürgersteige
Treiben vorbei und blicken kalt;
Die Pferdebahn beglotzt im Rollen
Mit grünem Auge die Gestalt -
Der rote Mond schaut düster drein.

Dort drüben lockt die blutige Flamme
Dem Schnapswirt manchen Gast ins Haus;
Und öffnet sich die dunstige Schenke,
Dringt Schelten und Gejohl heraus -
Der Vollmond blickt mit düstrer Glut.

Des Handelshauses Fensterreihe
Ist noch vom Gaslicht grell erhellt;
Papier und Pult und blasse Schreiber;
Der Chef durchzählt des Tages Geld -
Der Vollmond blickt mit düstrer Glut.

Nun heult vom Hofe die Maschine
Zur Vesper; da entläßt das Thor
Viel arbeitsmatte Blusenmänner;
Nur der Fabrikschlot stößt empor
Zum roten Monde schwarzen Rauch.

Ein würdiger Bürger kommt geschritten,
Den Lump am Steige trifft sein Blick;
Entrüstet mit dem Kopfe schüttelnd
Geht er zu Bier und Politik -
Und zornrot glüht der volle Mond.

Quelle:
Einsiedler und Genosse von Bruno Wille
Berlin 1894

Das dürre ausgetrocknete Land bestand aus Erde.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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die von der Hitze rissig geworden war; es schien verlassen; nur hie und da zeigten sich einige Spuren von Karawanen, wie gebleichte, halb abgenagte Gebeine von Menschen und Thieren, die in demselben Staube neben einander moderten. Nach einem halbstündigen Marsche vertieften sich Dick und Joe, das Auge auf der Lauer und den Finger am Hahn der Flinte, in einen Wald von Gummibäumen. Ohne ein Rifleman zu sein, wußte Joe doch geschickt mit einer Feuerwaffe umzugehen. Mitte März 2004 rutschten dann nochmals rund 10.000 m³ ins Meer. Geologisch gesehen ist Hiddensee ein sich in stetem Wandel befindendes Gebiet. Die an der Nordspitze abgetragenen Landmassen werden an der Südspitze und an der Ostseite zum Schaproder Bodden wieder angespült. Auf zahlreichen kleinen Sandwegen können Besucher diese wunderschöne Landschaft zu Fuß erkunden. So entstanden an der Südspitze der Gellen und auf der Ostseite die beiden geologisch sehr jungen Sandhaken (Landzungen) Alter Bessin und Neuer Bessin. Der Alte Bessin begann sich vor etwa 300 bis 400 Jahren herauszubilden und war schon Mitte des 19. Jahrhunderts über drei Kilometer lang. Seit damals ist er kaum noch gewachsen. Dagegen wächst der um 1900 entstandene benachbarte Neue Bessin jährlich um 30 bis 60 Meter und erreicht auch schon eine Länge von drei Kilometern. Inzwischen ist ein dritter Bessin im Entstehen. Auch die Südspitze wächst als sogenanntes Windwatt weiter in den Bodden. Hat man dann seinen Platz neben dem dunklen Kachelofen, mit dem Blicke hinaus auf die Landstraße und hinüber nach dem Waldessaume, dann läßt es sich gemütlich hier sitzen und plaudern oder einsam seinen Gedanken nachhängen. Haben an einem Winterabend so verschiedene Gäste sich hier zusammengefunden, dann kommt es ab und zu auch vor, daß ein Alter im weißen Haare, der die früheren Zeiten noch kennengelernt hat, aus jenen vergangenen Tagen erzählt, während der Wintersturm durchs Geäst der alten Fuchslinde braust. Das klingt dann wie ein Märchen aus früheren Jahrhunderten. […]

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Schloss Lichtenwalde - Chemnitz und Umgebung.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Schloss Lichtenwalde in gleichnamigen Ortsteil Lichtenwalde, Gemeinde Niederwiesa. 1719 ersteigerte Jakob Heinrich Graf von Flemming Schloss Lichtenwalde von Bünau, verkaufte ihn 1722 an Christoph Heinrich Reichsgraf von Watzdorf, der die alte Burg und das Harrassche Schloss abreißen ließ und ein großes Barockschloss errichtete. Sein Sohn Friedrich Carl von Watzdorf ließ 1730 um Schloss Lichtenwald einen weitläufigen Park anlegen. So wie sie es damals taten, um mir ihre Liebe zu zeigen. Doch zerfließen ihm immer noch zu Zeiten gute Massen in das allgemeine Chaos. Tron vint au palais à la tête de M. rs les Sénateurs. Christus in der Mitte, Johannes neben ihm; neben diesem aber, statt des Petrus, der Große Kurfürst. Im Winter kann es minus 30 Grad kalt werden. Hier traf er am 31. mit Thielmann zusammen, welcher sich mit ihm in ein Gefecht einließ, welches er erst am Abend abbrechen konnte u. worin er 600 Mann verlor. Maison suchte nun Tournay zu nehmen, welches von dem weimarischen Oberst Egloffstein mit drei Bataillonen vertheidigt wurde, mußte sich aber nach mehren Stürmen nach Lille zurückziehen. Am 4. April kam die Nachricht von der Einnahme von Paris in Brüssel an, u. am 9. April wurde eine Übereinkunft zwischen beiden Theilen getroffen, welcher am 12. April ein Waffenstillstand folgte. Der Kronprinz von Schweden hatte während der Zeit unthätig Anfangs bei Köln u. dann bei Lüttich gelegen. xx […]

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Santa Madonna di Capri.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Grauer Nebel flattert durch die Luft, auf Schattenarmen trägt er Myrtenduft, und allen Wohlgeruch der Inselau streut er zu Füßen unsrer lieben Frau Santa Madonna di Capri! Scheu durch den Nebel schleicht sich, schlangengleich, ein Wallfahrtszug. Dem Bilde, süß und bleich, vom Licht umkränzt, von jedem Makel frei, dem Bild dort oben tönt die Litanei: Santa Maria di Capri! Dem Stern der Meere! Und ein Priester hebt die blasse Hand. Auf allen Lippen bebt ein frommes Lied. Die Stirnen neigen sich ich fahr vorüber und grüße dich, Santa Maria di Capri! Seine Madonna ist eine empfindsame Küstersfrau, und Christus erscheint wie ein aufgeklärter Kandidat. Die wunderlichste Art von Huldigung, die mir der Art vorgekommen ist. Capitati al primo patto della Scala de Giganti, pigliò l'ambasciatore la mantellata, e coprì il rocchetto. Im letzten Stück befindet sich der gesuchte goldene Taler. Alla porta dell'anticolegio lasciò l'ambasciator il capello e comparso alla presenza di Sua Signoria suplì come sopra si è detto e nel partire lasciò la beretta, e mantellata nel sito medesimo che anteriormente li prese: fu restituito da Sua eccellenza col seguito stessa alla sua casa, con le solite maniere della sera precedente. Schnell die Maske weg, und dannWieder auf die vollen Straßen! Ach warum in dieser Ferne,Süßes Herz, so weit von dir? Nein! die moderne Welt kommt hier zu Esel herauf. Die Gemäldegalerie Alte Meister befindet sich seit 18 im Semperbau des Zwingers. Doppo breve spazio si levarono e Sua Eccellenza tolto alla dritta l'Ambasciatore, che lasciò la beretta, e prese il capello, si portarono alla barca di Sua Eccellenza cavalier Pisani, ove unitamente col seguito d'altre barche si incaminarono alla Piazzetta. Über die Figurengruppe, die entlang einer von rechts nach links verlaufenden Diagonalen bis zur Madonna aufsteigt, erheben sich im Hintergrund zwei mächtige Säulen, hinter denen sich ein leicht bewölkter Himmel öffnet. […]

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Wolken, bleierner Dunstkreis, Dunkelheit, Schweigen.

Posted by Admin on Mai 12, 2008
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Dichtheit Wolken über der Stadt, stumm entschwindet die Nacht, bleierner Himmel verdrängt die Finsternis, dumpfe Laute zerfressen das Funkstille des Morgens. Bei jedem Schritt knirscht der Tau unter den Eleganten Schuhen. Das Frostwetter beißt und zwickt, es ist kalt, es ist ernst kalt. Der Niederschlag fällt ins Gesicht. Kein Sonnenschein, es bleibt bedeckt, Temperaturen von -15 bis -4°C. Am Abend und bei Nacht fällt Tau in Dresden. Wenn der Tau auf den Gletschern zerflossen ist, diverse Wochentage im Gebirge zu, hier unter drei und viertausend Meter über dem Meere gebaute Jagdhütten oder selbst ein offenes, nicht mal dem Regen ausreichend widerstehendes Zelt bewohnend. Da das Steinwild nur nach Beschwerde oder in höchster Gedrängtheit Gletscher annimmt, dienen diese oft als Seitenwand eines Treibens und sein eben sowenig wie für Wild unzugängliche Felswände durch Ursache aufbewahrt. Ungünstiger Wind hindert die Jagd geringer, benötigt mindestens nicht in demselben Grade gewertet zu sein wie für die Jagd; auch darf man ein und gleich Gebiet mehrmals nach einander betreiben, da die extremen Böcke, welche entkamen, am folgenden und zwei diesen Tage ihren alten Standplatz gewiß abermals besuchen. Dieses bewegt sich nur mit letzter Vorsicht, sieht alles, was nun vorgeht, aufs genaueste, durch späht die Gegend mit reger Beachtung und verweilt, wenn nicht betrieben, zuweilen für Stunden äugend und windend auf einer und gleichbleibenden Position, schreitet überhaupt nur mißtrauisch und zögernd weiterhin vor. Außer auf diesen Treibjagden erlegt man das Wild auch wohl auf dem Anständigkeit in der Nähe oft begangener Wechsel oder an beiden oben erwähnten Salzlecken. Letztere gehen allmählig vorwärts, Moränen, Halden und ansatzweise zugängliche Wände als Pfade benutzend, und ausüben das Steinwild vor sich her. Der König geht seinem Anhang in Ertragung von allerlei Leiden und Mühsal mit dem besten Denkanstöße voran und betätigt eine regelrecht bewunderungswürdige Ausdauer. Der aktuelle Wildstand erlaubt jedes Jahr 50 Böcke abzuschießen; Geißen gelten natürlich als unverletzlich. […]

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